Bericht vom Vereinslauf Lauftreff „9.2er“, 4. Mai 2022

Der LSV Frauenfeld und der Triathlonclub Frauenfeld haben heute erstmals zusammen einen Wettkampf durchgeführt. Es standen insgesamt 39 Läuferinnen und Läufer am Start, wovon 3 Gastläufer dabei waren, unter anderem zwei Vertreter der WhatsApp Runners aus Schaffhausen.

Beinahe hätten wir den Start verpasst, musste doch vor dem Wettkampf dringend ein neues Gruppenfoto geknipst werden. Auf unserer Homepage zeigen wir aktuell ein Gruppenbild von Wila, alle mit Stirnband, Handschuhen oder Mütze ausgestattet, was nicht nach Frühling, Sonne und Wärme aussieht.

Kaum war das Startsignal gefallen, haben sich die schnellsten vier Läufer, mit Philipp Früh an der Spitze, abgesetzt. Verfolgt wurden sie von Gastläufer Peter Bader, welcher noch seinen Waffenlauf in den Beinen hatte. Die Laufbedingungen waren optimal; angenehme Temperatur, griffiger Boden und für die, welche nicht am Limit gelaufen sind, wunderbares Vogelgezwitscher. Thomas, letztes Jahr noch Teilnehmer des LSV Laufkurses, hat erstmals auch am 9.2 er teilgenommen. Die Gruppe mit Ruth Goldinger, Monika Zollinger, Peter Müller und unserem Neuling hat sich gegenseitig motiviert und angefeuert.

Als schnellste Läuferin zog Nicole Lohri an mir vorbei mit Zugpferd Andi Jordan. Dank dem Schlussspurt von Nicole, sind die beiden zeitgleich ins Ziel gelaufen.

Die Strecke war gut markiert, trotzdem war Nena Jazo vom Weg abgekommen. Wären da nicht ihre Laufkollegen Peter Bosshard und Urs Krähenbühl gewesen, hätte sie wohl noch ein paar extra Kilometer gelaufen. (Nena, das kann dir am Stadtlauf Schaffhausen nicht passieren…)

Im Anschluss an den Lauf wurden wir bestens bewirtet von unserem neuen Team mit Gisela Koch, Anita Bosshard und Dani Frischknecht. Nach der Rangverkündigung wurden zwei Startplätze für den Stadtlauf in Schaffhausen an die schnellsten anwesenden Läuferinnen und Läufer vergeben, gesponsert von unseren Gästen.

Nena Jazo und Philipp Früh sind die glücklichen Gewinner und werden uns bestimmt mit starken Leistungen vertreten.

Und zum Schluss:

Unsere Gäste aus Schaffhausen haben den Anlass sehr treffend beschrieben: eine wunderschöne Strecke, ein toller familiärer Anlass, bei welchem alle Niveaus vertreten waren- einfach cool!

Wir würden uns freuen, wenn nächstes Jahr nebst dem Triathlonclub Frauenfeld auch die WhatsApp Runners wieder mit am Start sein werden.

Fotos: Dana Meier

Weitere Fotos

Bericht vom 1.Hubener Frühlingslauf, 26. März 2022

Nachdem wir im letzten Jahr coronabedingt nur einen internen Schnupperwettkampf durchführen konnten, galt es jetzt ernst. Im Vorfeld wurde sehr viel Werbung über die sozialen Medien für den 1. Hubener Frühlingslauf gemacht, was sich definitiv gelohnt hat.

Im Hintergrund liefen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Das Wettkampfbüro musste besetzt werden, die Festwirtschaft geführt, Kuchen und Brote gebacken und zahlreiche Helferinnen und Helfer mussten aufgeboten werden für die Absicherung der Strecke, die Markierung der Wege oder als Vor- und Schlussfahrer.

Wunderbar? Ist es das richtige Wort? Mhm.. während dem Lauf war es mir nicht nach wunderbar… aber nach dem Lauf, nach getaner Arbeit, fühlt sich jeweils alles wunderbar an. Aber der Reihe nach:

Zahlreich waren die Sportlerinnen und Sportler erschienen. Ganz zur Freude der Organisatoren.                     

Es wurde in zwei Startblocks gestartet. Die Läuferinnen und Läufer, welche länger als eine Stunde für die Strecke benötigten, sind 10 Minuten vorher gestartet. So kam es, dass nur ein kleines Grüppchen um 14 Uhr startete. Die Strecke war sehr abwechslungsreich, aber auch anspruchsvoll. Es galt, die Kräfte gut einzuteilen. Die schnellen Läuferinnen und Läufer waren schon nach zwei Kilometern ausser Sichtweite und so kam es, dass ich ganz alleine unterwegs war. Ohne Hasen zu rennen oder selber als Hase verfolgt zu werden, war eine neue Erfahrung für mich. Zum Glück waren da ab und zu Streckenposten oder Spaziergänger, welche mich angefeuert haben. Irgendwann bin ich dann auf eine Gruppe der Erststarter aufgelaufen und habe sie heimlich benieden. Nach und nach habe ich weitere Läuferinnen und Läufer überholt und natürlich auch angefeuert. Vor dem Schlussspurt galt es noch ein Stück auf einem Trailweg zu absolvieren. Im Augenwinkel habe ich einen Fotografen entdeckt, im Gebüsch liegend. Das bunte Farbspiel an Vereins- und Laufshirts gab bestimmt einen guten Kontrast zum Frühlingserwachen der Bäume. Und bereits habe ich das laute Rufen unserer Präsidentin gehört, welche alle ins Ziel laufenden Sportlerinnen und Sportler angefeuert hat. Was für ein schöner Schlussspurt!

Sabine, Monika und Martin haben die Festwirtschaft geführt- ich konnte mich gar nicht sattsehen an all den Köstlichkeiten- verschiedene Kuchen, selbstgebackene Käse- und Speckbrötchen, kleine und grosse Brezel gefüllt usw.

Zu guter Letzt:                                                                        

Ein herzliches Dankeschön an alle Helferinnen und Helfer, welche den 1. Hubener Frühlingslauf nebst all den Läuferinnen und Läufern zum Erfolg gemacht haben.

Bericht vom Lauf-Cup Frauenfeld 9. Januar 2022

Lauf-Cup 9. Januar 2022 Frauenfeld

Als bekannt wurde, dass Erich Gentsch nach zehn Jahren als Streckenchef den Lauf-Cup Frauenfeld abgeben wollte, hat sich Andreas Portner als Nachfolger zur Verfügung gestellt. Frauenfeld hat den Läuferinnen und Läufern so Einiges zu bieten und so war es ein Leichtes, eine abwechslungsreiche Strecke zu finden, welche nicht nur anspruchsvoll ist, sondern auch einen weiten Blick ins Thurtal und zu den Alpen bietet und unsere Gegend von der schönsten Seite zeigt.

Ich habe die alte Strecke mit Start bei der Zuckerfabrik geliebt, war sie doch ein Teil unserer Herbstlauftrainingsstrecke. Hier habe ich einen meiner ersten Läufe absolviert. Bekanntlich bevorzugt Frau ja das, was sie kennt. Aber als Läuferinnen und Läufer sind wir uns gewohnt, uns auf Neues einzulassen. Als wir die Lauf-Cup Strecke im letzten Jahr das erste Mal im Training abgespult haben, war ich noch nicht des Lobes voll. Mittlerweile liebe ich jedoch genau die nicht enden wollenden Anstiege bis zur Geigerin. Die Aussicht, bei sichtigem Wetter, ist atemberaubend und die Berge zum Greifen nah. Leider war die Wettervorhersage nicht so gut für heute, dennoch haben wir wohl die schönsten und sonnigsten Minuten des Tages für den Lauf-Cup gebucht.

Beim Start bei der Kantonsschule Frauenfeld waren einige ganz bekannte Gesichter zu sehen. So starteten unter anderem Patrik Wägeli und Fabienne Vonlanten.

Da ich in Sulgen zügiger unterwegs war, als die vorigen Läufe, musste ich später starten. Das Lauftempo der Gruppe war schon am Anfang ziemlich zackig und meine Vorsätze, den Lauf etwas gemächlicher anzugehen, waren bereits nach der ersten Kurve zunichte. Startnummer und Ehrgeiz haben mich gepackt und die vor uns gestartete Gruppe erschien mir wie ein Hase, den es einzuholen galt.

Auf der Anhöhe nach Oberherten habe ich dann Adrian Bächle fotografierend angetroffen. Die Genussläufer gibt es also auch noch am Lauf-Cup. Danke Adrian für die Bilder! Schon bald hat mich Luzia Schmid überholt. Dass sie dieselben Laufschuhe getragen hat, hat mich zwar motiviert, aber alsbald habe ich nur noch ihre Schuhsolen gesehen. Zwei Läufer haben mir nachgerufen: «Ah, das ist eine Einheimische», was leicht zu erkennen war an meinem leuchtenden LSV Shirt, welches ich heute natürlich mit besonderem Stolz getragen habe. Über die ganze Strecke waren sie verteilt und gut sichtbar, die Läuferinnen und Läufer mit ihren gelben Shirts, Werbung für Frauenfeld und für unseren Verein.

Oberhalb vom Wasserreservoir hat mich dann Patrik Wägeli überholt, dicht gefolgt von Marco. Mein LSV Kollege wollte auf ein paar wenigen Metern testen, wie es sich anfühlt, in einem solch schnellen Tempo abwärts zu laufen. Auch Spass hat Platz beim Lauf-Cup.

Die letzten 200 Meter waren dann auf der Kanti Bahn zu laufen. Im Ziel stand Erich Gentsch in seinen Erinnerungen schwelgend.

Lauf-Cup ist für die einen Training, für andere Wettkampf und für einige Genuss. Ein Lauf ganz besonderer Art.

Für den LSV gestartet sind Ruth Goldinger, Heidi Scheuch, Ruth Aeschbacher, Marco Wipf, Thomas und Miriam Widmer, Yvonne Hutter, Christian Müller, Peter Bosshard, Urs Krähenbühl, Christine Altorfer, Christoph Lippuner, Andreas Portner und Monika Frefel.

Ein herzliches Dankeschön an Andreas Portner und sein Team mit Peter Altorfer, Peter Müller, Pia Blum, Manuel Jacomet, Mike Feld, Erich Gentsch und Christoph Lippuner.

Nachfolgend ein paar Worte von Lisa Wyss. Sie hat während dem Lauf-Cup das Startnummernbüro geleitet.

Hoi Andreas
Nun will ich dir gerne ein Kompliment zu der tollen, neuen Strecke machen!
Ruedi und ich haben nach dem Abräumen der Startnummern die Strecke unter die Jogg-Schuhe genommen.
Was hatten wir für ein Glück mit dem Wetter! Die Strecke ist abwechslungsreich und überrascht mit herrlicher Weitsicht! Ich habe viele Bilder mit dem Handy gemacht. Weil der Turm auf dem Weg war, haben wir noch eine kleine Schlaufe dorthin unternommen. Und es hat sich total gelohnt! Was für eine schöne Aussicht dort oben! Ich habe dir unten einen Link angefügt, damit du «deine» Strecke nochmals geniessen kannst😉.
Ich finde auch die Wege ideal mit den vielen Naturstrassen und die Höhenmeterli gefallen mir sowieso😉.
Ruedi hat auf der Rundbahn Fotos gemacht und wird sie dann weiterleiten. Dort sind auch noch einige unserer Landschaftsbilder mit dabei.
Weiterhin eine gute, gesunde Zeit und lieber Gruss, bis bald
Lisa

Bericht von Moni Frefel


Bericht vom Schaffhauser Stadtlauf 2021

Im Vorfeld des Stadtlaufs hat der OK Präsident Andi Jordan sehr viel Werbung für sein «Baby», den Schaffhauser Stadtlauf gemacht. Auf den Sozialen Medien war der Schaffhauser Stadtlauf mit aktuellen Infos und Bildern omnipräsent. Warum also nicht nach Schaffhausen fahren und einen Stadtlauf bestreiten?

Auf der Startliste waren über 300 Teilnehmer verzeichnet, was mir in Anbetracht der zum Teil schmalen Gassen Sorgen bereitete. Christoph, unser Laufkenner, hat bereits 2019 am Schaffhauser Stadtlauf teilgenommen und konnte mir für meinen ersten Stadtlauf ein paar Tipps geben. Die Organisation war hervorragend. Auf dem Startgelände hatte es genügend Sitz- und Schattenplätze und nirgends mussten wir Schlange stehen. Der OK Präsident war vor Ort und hat sich über die rege Teilnahme sehr erfreut gezeigt, hatte er sogar Zeit mit einigen Läuferinnen und Läufern ein Schwätzchen zu halten. Wir haben viele bekannte Gesichter getroffen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren dankbar, wieder einmal einen Lauf bestreiten zu können.

Gleich nach dem Start ging es abwärts und ich habe alle guten Vorsätze eines Langsamstarts über Bord geworfen, galt es doch meinen LSV Kollegen nicht aus den Augen zu verlieren. Die Strecke führte uns hinter dem Kloster zur Vordergasse, wo uns viele Zuschauer anfeuerten. Weiter ging es durch verschiedene Gassen mit den schön klingenden Namen wie Sporren- Safrangasse und Rosengässchen. Knacknuss war der Anstieg vom Fronwagenplatz zum Start-Zielgelände. Mit jeder der fünf Runden fiel mir dieser Anstieg schwerer. Anfängerfehler mit dem Schnellstart…. ich musste also auf die Zähne beissen und durchhalten. In Runde vier sind dann die schnellsten Läufer fast schon leichtfüssig an mir vorbeigezogen. Warum nur müssen die Frauen in Schaffhausen gleich viele Runden laufen wie die Männer? Vor der letzten Runde habe ich mir dann einen Becher Wasser über den Kopf geleert, meine Lebensgeister waren erwacht und die negativen Gedanken vertrieben. Noch einmal galt es, den Anstieg zu meistern, um dann endlich durch das Ziel zu laufen. Das ist für mich jeweils der schönste Moment!

Sämi hatte übrigens eine grandiose Idee- 5 Gehminuten vom Zielgelände entfernt war die Rhybadi. Eine Abkühlung war genau das Richtige für mich. Frisch geduscht steht es sich nämlich besser auf dem Podest.

Auf dem Podest

Mit am Start für den LSV Frauenfeld waren Sämi Schmid, Andreas Portner und Christoph Lippuner. Letzterer hatte noch den 100er von Biel vom Vortag in den Beinen und wurde im Anschluss an den Stadtlauf interviewt.

Christoph meine lakonisch: sowohl beim Bieler wie auch beim Stadtlauf Schaffhausen waren 5 Runden zu bestreiten. Bei jeder Runde sei er etwas langsamer gelaufen…

Hut ab vor dieser grossen Leistung und trotz den beachtlichen Kilometern in den Beinen, hat Christoph immer noch ein Lächeln im Gesicht.

Christoph mit OK Mitglied Roland Hatt

Bericht vom 17. Panoramalauf Ottenberg

Sonntag 15. August 2021

Der Panoramalauf gehört seit vielen Jahren zu den Vereinswettkämpfen des LSV Frauenfeld.

Die 13.8 Kilometer lange Strecke ist als attraktive und anspruchsvolle Strecke bekannt und führt durch das schöne Gebiet des Ottenbergs.

Ich gehörte wohl zu den wenigen LSV Läuferinnen und Läufern, welche die Strecke noch nie wettkampfmässig absolviert haben. Diesmal konnte ich mich jedoch nicht entziehen, haben sich doch Andreas und Christoph die Zeit genommen, um mit mir die Strecke als Trainingslauf abzuspulen. Natürlich habe ich insgeheim auf Regen gehofft, was ja auch ganz gut zum Sommer 2021 gepasst hätte. Das OK muss jedoch ein Abkommen mit dem Wettergott haben, ist der Panoramalauf doch immer mit sonnigem und heissem Wetter gesegnet. Auch am Sonntagmorgen waren die Temperaturen für meine Bedürfnisse schon sehr warm. Aber heute gab es kein Zurück mehr… Ausserdem wollte ich den Nachmittag auf dem See verbringen und da ist es bekanntlich angenehmer, wenn die Sonne scheint.

Gestartet sind 102 Läuferinnen und Läufer. Das Feld hat sich sehr schnell in die Länge gezogen. Mit dem Vorsatz, gemässigt zu laufen, damit ich für den letzten Aufstieg noch genug Reserven hatte, bin ich gestartet. Die Strecke war coupiert, führte durch Wald und über Wiesen, vorbei am Schloss Weinfelden, welches ich nur bedingt wahrgenommen hatte, da sogleich wieder ein Aufstieg folgte. Trailmässig, aber im kühlen Wald ging es vorbei an einem Teich und weiter bis zur Anhöhe. Dort stand ein LSV Mitglied und hat uns angefeuert. Nur keine Blösse zeigen und immer schön lächeln… sehnsüchtig habe ich nach einem Verpflegungsstand Ausschau gehalten, hätte ich doch dringend einen Schluck Wasser gebraucht. Vor mir eine Dreiergruppe, welche sich kontinuierlich von mir entfernte. Nicht irritieren lassen, das letzte Kapitel war noch nicht geschrieben und ausserdem war ja heute mein Ziel DAS ZIEL… Kurz vor der langen Geraden entlang des Waldrands konnte ich mich endlich mit Wasser abkühlen. Jetzt galt es, die letzten Kräfte zu mobilisieren, wollte ich doch die Gruppe vor mir einholen. Es ist ein unglaublich schönes Gefühl, durch das Ziel zu laufen und die gesteckten Ziele erreicht zu haben.

Was ich mir am Morgen sehnlichst gewünscht habe für den Lauf, ist dann am Nachmittag eingetroffen- kaum auf dem See, zog Regen auf.

Für den LSV am Start waren Peter Bosshard, Jürg Schedler, Christoph Lippuner, Andreas Portner, Philipp Früh, Marco Wick, Pascal Farner, Christine Altorfer, Sandra Stäubli, Astrid Leumann, Monika Frefel.

Für Zeiten und Resultat siehe Vereinsrangliste

Schnebelhorn Panoramatrail 19. September 2020

Wer alle Austragungen des Schnebelhorntrails absolviert hat, weiss, dass Petrus es ausnahmslos gut meint mit den Mosnangern. Das Datum ist gesetzt und die Sonne auch gleich mit gebucht. Wie praktisch an allen Läufen in dieser Saison, gab es auch beim Panoramatrail eine limitierte Anzahl Startplätze. Als Ehrengast war dieses Jahr Viktor Röthlin mit seinem Team dabei. Christine, Andreas, Christoph und ich haben die Trailstrecke als Vorbereitung für unsere Bergläufe «abgespult». Schnell haben sich die Männer für eine Teilnahme am Panoramatrail begeistern können, während die Entscheidungsfreudigkeit nicht zu den Stärken der beiden Frauen gehörte. Die beschränkte Teilnehmerzahl und die Absage der Vereinsläufe war dann auch der Grund, dass auch ich mich (endlich..) entscheiden konnte, am Lauf teilzunehmen. Letztes Jahr hatte ich in Mosnang die Walking Strecke unter die Füsse genommen und all die Läuferinnen und Läufer bewundert, welche die Halbmarathonstrecke absolviert haben.

Nun stand ich tatsächlich auch am Start. Hatte ich mir das auch gut überlegt? Es gab kein Zurück, waren doch einige am Start, welche wir aus den Laufferien kannten und motiviert hatten zur Teilnahme. Während sich Andreas über das herrliche Spätsommerwetter freute und all unseren Laufgspändli erzählte, dass Moni in der nächsten Kurve schon nicht mehr in seiner Sichtweite sei, beschäftigten sich meine Gedanken mehr mit der Hitze… reichten die drei Verpflegungsposten auch wirklich aus? Deren Anzahl ist auf 3 Posten limitiert.

Der Startschuss war gefällt und es galt die ersten Höhenmeter zu erklimmen. Der Weg führte anfangs über eine Teerstrasse und bog bald in einen schmalen, steilen, bachbettähnlichen Wanderweg ab. Dann gings abwärts und Andreas überholte mich im Galoppschritt. Ich hatte erst gar nicht versucht, sein Tempo zu übernehmen. Es waren immer noch 18 Kilometer zu laufen, wovon die ersten 5 Kilometer geländemässig die einfachsten waren. Die Steigung begann kurz nach dem Verpflegungsposten. Die musizierenden Kinder am Strassenrand haben mich zum Lächeln gebracht und mein Hitzegefühl für einen kurzen Moment vergessen lassen. Über die Hirzegg, welche sich auf einem Zwischenboden befindet, gings noch steiler in den Aufstieg zum Schnebelhorn. Ich hatte ein solches Durstgefühl und war schon nahe dran, einen Biker nach Wasser zu fragen. Durchhalten war gefragt, denn, obwohl ich meine Trailweste angezogen hatte, habe ich auf das Mittragen von Flüssigkeit verzichtet. Das Gummibärli, welche als Notration gedacht war, klebte in meiner Weste fest…

Das Gefühl auf den letzten Metern zum Gipfel war grandios! Wir wurden angefeuert und oben angekommen, habe ich die Aussicht auf die Berge genossen.

Nach ein paar Minuten im 7. Himmel kam die Felswand, wie sie Christine und ich nannten… ein zügiger Abstieg in dieser Passage war für mich nicht möglich- zu steil und zu rutschig. Gut stand hier kein Photograph. Hatte ich vorher Andreas noch in Sichtweite, war er spätestens hier verschwunden über alle Berge. Wer meint, auf dem Gipfel sei die grösste Anstrengung überstanden, ist weit gefehlt. Der eigentliche Trail begann nun und damit die Konzentration auf das unebene Gelände mit zum Teil wiederkehrenden endlosen Aufstiegen auf Wiesen und schmalen Wanderwegen. Der Wurzeltrailabschnitt war meine Lieblingsstrecke, hier war Konzentration und Schnelligkeit gefragt. Hier war auch die Stelle, wo dieses Jahr ein junger Läufer stützte und von der Rega geborgen werden musste. Auf dem Weg nach unten galt es die Kräfte geschickt einzuteilen, denn der Lauf war bis auf die letzten 200 Metern mit Unebenheiten gespickt. Im Ziel angekommen war ich überrascht über meine Laufzeit. Mein Laufgefühl war alles andere als leichtfüssig. Das Glückgefühl, diesen für mich sehr anspruchsvollen Lauf geschafft zu haben war wunderschön. Trotz den vielen Kilometern vom Arosatrail, welche Andreas noch in den Beinen hatte, konnte mein Laufkollege seine Stärke im Abwärtslaufen optimal ausschöpfen.

Für den LSV am Start waren:

  • Andreas Portner 2:14:15
  • Monika Frefel 2:20:48

Bericht vom Madrisa Trail Klosters 2020

550 Athleten haben den Madrisa Trail am 30. August 2020 in Angriff genommen. Auf Grund des schlechten Wetters wurde die Stecke des T54 und die Startzeiten für beide Läufe angepasst. Es herrschten widrigste Bedingungen für die Erstaustragung. Das hielt die Trailläuferschar, unter anderem drei 3 LSV Läufer, nicht davon ab teilzunehmen.

Etwas verloren standen wir am Start des T24, regnete es doch in «Bindfäden». Wir waren uns nicht sicher, ob unsere Kleidung auch wetterangepasst war, denn es war unser erster richtiger Traillauf. Auf unserer Berner-Walliser Tour waren wir uns an ausnahmslos schönes und warmes Wetter gewohnt.

Die Strecke führte uns anfangs gemächlich steigend über eine Hängebrücke nach Monbiel. Danach wurde der Weg sehr steil und ich konnte meine Trailstöcke das erste Mal gebrauchen. Bis zum ersten Verpflegungsposten waren die Wege angenehm zu laufen. Der erste technisch sehr anspruchsvolle Teil folgte mit dem Abstieg nach Klosters Dorf. Der Singlepfand zum Schlappintobel war sehr steil, mit Wurzeln und Steinen übersäht und rutschig. Wer ängstlich war, hatte eine schwierige Passage zu bestreiten. Martina ist technisch sehr versiert. Ich konnte mich ihr anschliessen auf diesem auch für mich sehr herausfordernden Teilstück.

Nach Klosters Dorf folgte nochmals ein Aufstieg und wiederum ein anspruchsvoller Abstieg nach Serneus. Vorbei an alten Walserhäusern, welche für ihren Charme bekannt sind, gings in Richtung Bad Serneus. Zwischendurch zeigte sich tatsächlich die Sonne und das Lauferlebnis fühlte sich wunderbar an.

Nach Bad Serneus folgte der 800m Vertical Trail. Dieser Trail hatte es in sich, war der Boden doch so rutschig, dass der Aufstieg ohne Stöcke schon fast nicht mehr machbar war. Es begann wieder richtig stark zu regnen und ich hatte ziemlich mit der Motivation zu kämpfen, war ich doch mittlerweile durchnässt. Entlang der Schmalspur Zugstrecke nach Davos ging es über wunderschöne Mischwaldabschnitte und Singletrails zurück zum Ausgangspunkt Sportanlage Arena Klosters.

Der Trail ist ein wunderbares Lauferlebnis mit viel Abwechslung. Bei schönem Wetter werden die Läuferinnen und Läufer mit wunderschöner Aussicht ins Tal und die umliegenden Berge belohnt.

Übrigens, für Andreas war dies eine gute Vorbereitung für den Arosa Trail, bei welchem er eine Langdistanz bestreiten wird.

Für den LSV am Start waren

  • Martina Zürcher 3:14:09
  • Andreas Porter 3:08:54
  • Monika Frefel          3:05:32   

RaceResult

Bericht vom 12. Stierenberglauf 2020

Der Stierenberglauf startet am wunderschönen Schwarzsee im Kanton Fribourg, jeweils am Nationalfeiertag unseres Landes. 300 Läuferinnen, Läufer und Walker absolvierten die 10 km lange Strecke zum Bärghuus Riggisalp. Wir trotzten dem Hitzetag. Die Strecke führte die ersten 1.8 km unmittelbar dem See entlang. Danach ging es sehr steil aufwärts. Der Weg wechselte in einen Trailpfad, welcher uns anfangs über mehrere nicht enden wollende Treppenabschnitte, gespickt mit Wurzeln und Steinen rasch in die Höhe führte. Die Frauen starteten pünktlich um 9.30 Uhr, angefeuert von den Männern, welche 9 Minuten später folgten. Die schnellsten Läufer haben uns bereits zwischen Kilometer 4 und 5 eingeholt. Die Wege waren zum Teil so schmal, dass die Athleten sich mittels Rufen bemerkbar machen mussten. Die Trailstrecke mit insgesamt 610 m Höhendifferenz empfand ich sehr anspruchsvoll, musste der Blick doch immer auf den Boden gerichtet sein. Die schöne Aussicht war dann auch die Belohnung für unsere Anstrengung.

Vom Bärghuus Riggisalp führte uns ein Sessellift zurück ins Tal. Dank den herrlichen Sommertemperaturen konnten wir im See schwimmen und die herrliche Landschaft geniessen. Der Lauf wird organisiert vom LA Pfaffeien. Klein aber fein, eingebettet in einer wunderbaren Landschaft.

Für den LSV Frauenfeld am Start waren

  • Christine Altorfer mit einer Zeit von 1:07:43                          3. Rang AK
  • Monika Frefel mit einer Zeit von 01:09:09                              4. Rang AK
  • Andreas Portner mit einer Zeit von 01:09:09                         29. Rang AK
  • Christoph Lippuner mit einer Zeit von 1:14:05                      37. Rang AK

Bericht vom Vogellisi Lauf in Adelboden 2020

Berglauf – der legendäre Klassiker

12,6 Kilometer, 860 Höhenmeter und eine spektakuläre Bergkulisse – das ist der Vogellisi Berglauf von Adelboden nach Sillerenbühl.

Rund 600 Läuferinnen und Läufer starteten am 17. Vogellisi Lauf. Auf Grund der Coronakrise wurden die Athletinnen und Athleten in 5 Startblöcke eingeteilt. Auf Duschen, Garderoben, eine Siegerehrung und den Spaghettiplausch mussten die Sportler verzichten. Stattdessen wurde ein grosszügiges Lunchpaket verteilt.

Vier Läuferinnen und Läufer des LSV Frauenfeld standen am Start. Für mich war dies der allererste Berglauf, während Christoph den Vogellisi schon einige Male gelaufen ist und inzwischen sehr viel Berglauf-Erfahrung gesammelt hat. Der Lauf in Adelboden war auch für Christine und Andreas neu.

Das Wetter war herrlich, der Himmel wolkenlos. Die Bedingungen konnten nicht besser sein.

Der Start befand sich bei der Mineralquelle in Adelboden. Entlang dem Allenbach und später dem Geilsbach schlängelte sich der Weg stetig aufwärts durch den Wald. Ab der Zwischenstation Bergläger wurde der Weg zunehmend steiler. Die Baumgrenze hatten wir bald hinter uns gelassen. Wir folgten den rot-weissen Wanderwegen über Brücken und auf Wiesen. Ab und zu mussten wir einem Kuhfladen ausweichen. Die Wanderer feuerten uns an und standen staunend am Wegrand. Rund zwei Kilometer vor dem Ziel, beim Hahnenmoos war die Höhe dann endlich erreicht. Die letzten Kilometer waren herrlich zum Laufen; die Aussicht und das Ziel vor Augen liessen uns buchstäblich zum Ziel fliegen, wäre da nicht noch der fiese Aufstieg auf den letzten Metern gewesen und ein Fotograf, welcher den Kampf hatte festhalten wollen…

Rangsliste aus Sicht des LSV

  • Monika Frefel 1:27:35 AK 5. Platz
  • Christine Altdorfer    1:28:54 AK 7. Platz
  • Andreas Portner 1:31:38 AK 50. Platz
  • Christoph Lippuner  1:38:12 AK 66. Platz

Nach dem Motto, nach dem Lauf ist vor dem Lauf; Christoph und Andreas stehen am nächsten Samstag am Start des SwissAlpine in Davos.

Homepage vom Vogellisi Berglauf: https://www.vogellisi-berglauf.ch/berglauf

Bericht vom 4. Kesswiler Seelauf 2020

Es hatte sich schnell herumgesprochen, der 4. Kesswiler Seelauf wurde entgegen aller Vermutungen bezüglich Corona durchgeführt. Das Anmeldeportal wurde früher geschlossen, denn die Startplätze waren sehr begehrt. Die Läuferinnen und Läufer sind von weit her angereist, allen voran die Waffenläuferinnen und Waffenläufer.

Vom LSV Frauenfeld waren Andreas Portner, Christoph Lippuner und Monika Frefel am Start, wobei die Letztere die Startnummer von Dana Meier übernehmen konnte, welche krankheitshalber ausgefallen ist.

Nach den Trailläufen war das Gefühl für die schnellen Läufe weg. Der Körper hat sich auf die langsamen langen Läufe eingestellt. Wir waren dann auch sehr überrascht über die schnellen Zeiten, welche wir gelaufen sind. Die schnellste Frau ist mit einer Zeit von 50:12,23 über die Ziellinie gelaufen. Sie war ebenfalls eine Teilnehmerin der Trailtage.

Rangsliste aus Sicht des LSV

  • Monika Frefel: 58:29,45 AK 1. Platz
  • Andreas Portner: 57:01,02 AK 14. Platz
  • Christoph Lippuner: 1:00:54,00 AK 18. Platz

Fotos: Raffael Brandenberger

Homepage des Kessilwer Seelaufs: https://stvkesswil.ch/seelauf/