Bericht vom Knorr Läufercup Thayingen 2019

Im Thurgau beginnen die Sommerferien, Zeit für den Knorlilauf. Alles ist so, wie es sein sollte: Es ist heiss, etwa 30 Grad, die Mücken und anderes „Gefleuch“ sind auch oberhalb Thaygen vor Ort, sowie die motivierten Läuferinnen und Läufer des LSV Frauenfeld. Und motiviert sind sie, auch wenn Einiges an Sprüchen wie „I glaub, i löse de Guetschii für mini Wurscht jetzt i und gang nocher biz go renne“ oder „I wett i wär scho wieder im Ziel“ fallen. Wären sie nicht motiviert, dann wären sie nicht nach Thaygen gefahren – nämlich. Und die Sprüche, die gehören einfach dazu, sonst hätten man ja nachher im Bericht nichts zu berichten. (Ein Bericht beginnt übrigens mit dem Wichtigsten, beschreibt in erster Linie den Handlungsverlauf und informiert die Leser und Leserinnen über Fakten und Merkmale. Dies als Information, damit auch Kantonsschülerinnen und Kantonsschüler, die im LSV trainieren einmal einen Bericht schreiben wollen oder… naja… müssen.
Nimmt man es also genau, dann wurde in diesem Bericht nicht unbedingt zuerst über das Wichtigste informiert- deswegen nochmals von vorne:)

Die Mitglieder des LSV Frauenfeld nahmen auch dieses Jahr am 42. Knorr Läufercup am 5. Juli 2019 in Thayngen teil. Der Start befindet sich oberhalb von Thaygen mitten im Naturschutzgebiet, dass jedes Jahr von unzähligen Mücken heimgesucht wird. (Und grünen Riesenheuschrecken, die bei der Rangverkündigung einem Mitglied an der Wade nagen und dieses zu Tode erschrecken – aber das gehört nicht hierher, wir schreiben ja einen Bericht und das ist noch nicht so wichtig!)

Nach einem disziplinierten Einlaufen und dem obligaten Bisistop im Gebüsch geht es zum Start. Knorli ist auch mit dabei. Die Läuferinnen und Läufer schwitzen schon was das Zeug hält und der arme Knorrli in seinem gepolsterten Anzug macht wohl Einiges durch, auf jeden Fall hat er unter den Achseln Schweissflecken, die ihm bis hinunter zu der Kniekehle reichen! (Ja, das ist wichtig, schliesslich muss man den Knorrli würdigen). Der Startschuss fällt pünktlich und los geht es auf die 9,2 km lange Laufstrecke, die zum Glück oft durch den Wald und wunderschönen Wald- und Feldwegen entlangführt. In der Kategorie Damen 1 des LSV ist es endlich klar, dass ein neuer Wind weht. Der Jungbrunnen hängt nach 4 km endlich die alte Schachtel ab und ergattert sich die 1000 Punkte – wohlverdient und brillant! Bravo. Aber nicht nur in dieser Kategorie wird mit Podestplätzen jongliert. Der LSV Frauenfeld räumt an diesem Knorrlilauf tüchtig ab.

Andrin Jacomet läuft bei den Junioren mit einer Zeit von 0:36:25 auf den 1. Platz (und möchte deswegen nächsten Mal unbedingt auch einen Bericht schreiben). Bei den Herren 2 erreicht Philipp Früh den 2. Platz und das mit einer Zeit von 0:34:41. Peter Bader landet in der Kategorie Herren 3 mit einer Zeit von 0:36:26 auch auf dem 2. Platz. Bei den Damen wird es nun richtig spannend: Martina Züricher rennt mit einer Zeit von 0:44:24 auf den 2. Platz in der Kategorie Damen 1, Nicole Lohri erreicht in der Kategorie Damen 2 gar den 1. Platz und das mit einer Zeit von 0:37:57.
Und in der Kategorie Damen 3 stehen auf dem Podest nur LSV Mitglieder! Auf dem 1. Platz Christine Altorfer (0:41:58) auf dem 2. Platz Sandra Stäubli (0:43:46) und auf dem 3. Platz Monika Frefel (0:44:32).  In der Mannschaftswertung wurde der LSV Frauenfeld Zweiter und Philipp Früh, Nicole Lohri, Thomas Widmer, Marco Wick und Christoph Lippuner durften mit einem Sack voller Unilever Goodies nach Hause gehen. Was für ein Erfolgreicher Lauf! Auch noch erwähnenswert sind die Pokale, die dieses Jahr wieder ganz toll aussehen, im Vergleich zum letzten Jahr, bei denen sie wohl ausgemusterten Fussballpokalen glichen.

Und weil es sich hier um einen Bericht handelt, und die Journalistin einen Hang zu Zynismus hat: Es darf auch erwähnt werden, dass die immer gleiche Person, nun schon zum vierten Mal in der Kategorie Damen 2 auf dem 4. Platz gelandet ist, sie schafft es einfach nicht, mit oder ohne Wechselzone.

Alles in allem aber ein sehr gelungener Lauf, viele oder eigentlich nur zufriedene Gesichter und abgeschlossen wurde das ganze mit einem feinen Nachtessen im Restaurant Bahnhof in Schlatt.

Ja, so schreibt man einen Bericht. Über die Reihenfolge der Wichtigkeit lässt sich streiten, aber nicht darüber, dass die Einleitung mit dem Schluss verlinkt ist und deswegen in sich kohärent und abgerundet ist. Schriftstellerische Eigenheiten sind immer erlaubt und das macht das Berichterstatten im LSV ja so aufregend. Na, gluschtig geworden?

Bericht vom Wylandlauf 2019

Wieso beginnen eigentlich alle Berichte mit einem Kommentar über das Wetter? Als hätten Läuferinnen und Läufer nur das Wetter im Kopf, wenn sie an einen Lauf gehen. Dabei ist uns allen klar, dass wir noch weit mehr Themen haben, die uns interessieren, wenn es ums Laufen geht. Welche Schuhe sollte man anziehen und wenn die Schuhwahl getroffen worden ist, welche Socken sind geeignet und sollte man das Pflästerli jetzt schon auf die Blase tun? Dann ist da dir Frage, was man essen soll, ob man überhaupt essen soll oder sich auf ein Power Gel beschränkt und wenn man von Power Gels spricht, welches sollte man nehmen. Neugierig wird die Packung studiert und gefachsimpelt. (Übrigens: sodium chloride ist Englisch für Natriumchlorid und beides ist auf Normaldeutsch Kochsalz.) Die Mitglieder des LSVs haben auf jeden Fall genug Gesprächsstoff an dem Nachmittag vor der Turnhalle in Andelfingen. Bis zu kleineren Details, wer von den vielen anderen Läufern soll jetzt das Gruppenfoto machen, wo stellen wir uns hin und wo ist jetzt schon wieder der Kollege abgeblieben, der war doch gerade noch da! Die Frage ist nur, warum keinem in den Sinn gekommen ist, einmal zu erwähnen, was für „ein strenger Cheib“ der Wylandlauf ist! Nichtsahnend ging da ein Neuling auf die Runde und dachte nach dem ersten größeren Hügel nach der Kurve triumphierend, dass dies nun sicher die Hälfte sei und man jetzt noch voll Gas geben kann. Nein, so war es nicht, du Berggeis. Nach der ersten Steigung ging es zwar bergab, aber es ging auch noch einige Male wieder aufwärts und das in der prallen Sonne (sind wir bereits wieder beim Wetter!) Und nachdem man dann mal etwa drei Mal einen Hügel erklommen, mehrere Schwämme über dem Kopf ausgedrückt, und aus Versehen noch einen Becher Isodrink über das LSV Shirt gekippt hat, ist man bei Kilometer 12 wirklich auf dem Zahnfleisch. Andere haben sich den Lauf wohl besser eingeteilt, mit der Energie musste man nämlich weise umgehen. Und zu viel Wasser über dem Kopf und in den Laufkleidern ist nicht unbedingt förderlich, wenn es dann so schwer und klebrig am Körper klebt und tropft. (Und schön sieht es auf dem Foto auch nicht aus) Auf jeden Fall ist 14,3 km lange Wylandlauf abwechslungsreich, führt durch Wälder, über Wiesen und kleinen Siedlungen vorbei, sogar über eine Brücke muss man laufen – alles wirklich sehr schön, aber eben, auch sehr anstrengend.

So ist jeder im Ziel einfach stolz auf die Leistung und glücklich, es geschafft zu haben. Einige holen sich eine Sportmassage, andere gönnen sich eine Glace oder ein Bier. Am Stand werden Schuhe probiert und gekauft, Ranglisten werden verglichen. Der LSV hat wieder gute Resultate zu liefern, zwei Frauen erreichten sogar einen Podestplatz.

Nicole Lohri läuft in der Kategorie W40 mit einer Zeit von 1:00:08 auf den 3. Platz, und in der Kategorie W60 holt sich Vreni Neukom ebenfalls den 3. Platz mit einer Zeit von 1:13:28. Herzliche Gratulation. Falls jemand vom LSV gerne Bericht erstattet und außerdem zur Themenvielfalt des Wetters, der Sporternährung und der Beschaffenheit des Laufes noch andere Themen kennt, der ist herzlich eingeladen, diesen Bericht zu veröffentlichen. Ich bin mir sicher, es gibt noch Interessanteres als kalte Hände, Wetterberichten und Stolpersteine auf der Laufrunde. Darum liebe LSV Mitglieder, haut rein in die Tasten und trainiert weiterhin so tapfer, dann räumen wir bei allen Läufen den Gabentisch leer.

Bericht vom Vereinslauf 9.2km 2019

Doch recht frisch ist es am Abend am 15. Mai für unseren Vereinslauf. Alle möglichen Kleidervarianten werden eingepackt. Ist es genug warm für die kurzarm Variante?

Nico Hutter wird auch Aufgeboten für die Zeitmessung. Aber Begeisterung sieht anders aus. Welche Freude als beim Start Werner Spiri steht, der die Zeitmessung übernehmen kann. So ist Nico wieder entlassen und darf nach Hause. Den Belohnungskinobesuch zieht er natürlich trotzdem ein 🙂

Die Läufer über 55 Minuten Laufzeit dürfen 5 min früher los! Mit meinen schweren Beinen müsste ich mindestens 10 Minuten früher los laufen dürfen!! Nichts da. Artig stelle ich mich in die zweite Gruppe ein.

Die Strecke wurde von Ursi perfekt markiert und wir können uns voll aufs Laufen konzentrieren. Der Gegenwind auf dem Zurückweg macht uns schwer zu schaffen. Glücklich kommen wir im Ziel an. Kurz war definitiv die richtige Kleiderwahl.

Im Oberwiesen empfängt uns Karin mit selbstgebackenen Brötli und feinem Fleischkäse. Dazu ein Bier, was will man mehr. Zum Dessert gibts Kuchen und fruchtige Nussgipfel. Es wird eine gemütliche Runde.

Miriam feiert ihren Geburtstag vor und wir kommen in den Genuss einer Flasche Champagner! Zum Glück bin ich mit dem Velo unterwegs 🙂

Yvonne Hutter

Bericht vom Wiler Waldlauf 2019

Mittwochabend in Wil

Das Wetter an diesem Lauf am Mittwochabend ist jeweils genau so, wie man das Aprilwetter so kennt. Es gibt einfach alles. Einmal haben wir die zwei Runden im Wald bei Schneeregen mit Mütze, Handschuhen und Winterlaufausrüstung gemacht, letztes Jahr war es wunderschönes Wetter, dafür wurde man in eine gelbe Pollenwolke eingehüllt, es gab ein Abendlauf, an dem wir es gerade noch vor dem ersten Sommergewitter über die Ziellinie geschafft haben und an diesem Mittwoch herrschte nun Föhnstimmung. In der Luft ein Hauch Frühling, die Läuferinnen und Läufer in kurzen Hosen und kurzen Tischis, aber dennoch mit Jacken am Einlaufen – der Wind fühlt sich recht kühl an.

Es dünkt einen, dass es sehr viel mehr Teilnehmer hat als letztes Mal, aber vielleicht meint man das auch nur. Jedenfalls sind sie wieder einmal zahlreich erschienen, die Spinner, die nach einem Arbeitstag noch «Lust auf einen Lauf» haben. «I wett i wär scho wieder im Ziel.», «I mag hüt gar nöd eso.» oder «Ich muss es langsam angehen, weisst du, der Marathon am Sonntag,…» Die spinnen doch, die Läuferinnen und Läufer – irgendwie. Warum stehen sie denn jetzt da, am Start, mit den Füssen scharrend wie Hengste und schnelle Stuten, den Knopf gierig auf dem Startknopf der Laufuhr, wenn sie «nicht mögen»? Die Antwort weiss wohl keiner so recht, aber es macht halt Spass. Und nach dem Lauf fühlt man sich super, das weiss man auch dann, wenn es einem am Start noch etwas stinkt.

Die Strecke

Der Abendlauf führt zwei Runden durch den Wald unterhalb bei Will und knapp an der Raststätte Thurau vorbei. Zuerst etwas geradeaus, dann zweimal den Hügel hinauf, wieder hinunter und zwischendurch mal auf schmalen Waldwegen oder Kieswegen. Sie ist abwechslungsreich und schön die Strecke und hat sicher für jeden etwas dabei. Und weil man zweimal am Waldhaus, wo der Start ist vorbeirennt, hat man auch immer wieder Zuschauer, die einen jubelnd anfeuern, das macht Mut.

Auf der Strecke vor und kurz nach dem Ziel weht der Föhnsturm kräftig übers Feld, wirbelt Staub auf und vor allem weht einem der Sturm ins Gesicht. Tapfer kämpfen sich die Sportlinnen und Sportler voran, stemmen sich gegen den Wind und gehen in die zweite Runde. Im Wald ist es etwas windstiller, dafür zerrt der Föhnsturm an den Bäumen kleines Geäst fällt herunter und plötzlich ein dumpfer Aufschlag, ein dickerer Ast wird heruntergerissen. Das Adrenalin schiesst gerade noch etwas in die Höhe und beschleunigt die Schritte. Wieder geht es in die Gerade vor dem Ziel, nochmals muss man sich gegen den Wind stemmen und mit letzter Kraft geht es über die Ziellinie – geschafft!

Im Ziel

Glückliches Händeschütteln und Gratulieren. «Du feuerst mich auch noch so an, dabei war ich so am Limit», schimpft ein Mitglied. Ob er denn rufen solle, dass man ja schön langsam in Ziel laufen soll, wehrt sich der Angegriffene schlagfertig. Gut gekontert! Aber Läuferlogik war ja noch nie logisch, oder? Es wird schnell kühler, in der kurzen Laufkleidung friert man. Zum Glück gibt es warmen Tee! Zügig verziehen sich die Läuferinnen und Läufer dann aber Richtung Turnhalle, es ist einfach zu kalt, um noch lange in dem Wind zu stehen, jeder will unter die warme Dusche. Im Laufschritt joggt man somit den Kilometer von der Waldhütte zurück, stolz auf die vollbrachte Leistung. Jetzt schmeckt das Schoggistängeli natürlich super! Und unter dem starken Strahl der Dusche, kriegt man auch noch eine unfreiwillige Massage. Der Blütenstaub ist auf jeden Fall aus den Haaren gespült worden, bei der Menge von Wasser, die im Schnelltempo aus dem Duschkopf geschossen ist. Krebsrot von dem kalten Wind und der Massage unter der Dusche, frisch schamponiert, gepudert und gekämmt trinkt und isst man noch etwas in der Beiz der Turnhalle und einige machen sich auch sofort auf den Heimweg, schliesslich ist es ein normaler Mittwoch (für uns Läuferinnen und Läufer jedenfalls) und morgen muss man wieder in den Stollen. Es ist eine schöne Müdigkeit, die man jetzt verspürt, so schläft es sich am besten! Es gibt nichts Schöneres, als nach einem harten Arbeitstag einen Laufwettkampf zu bestreiten, so zur Erholung, als Ausgleich, damit man sich nicht mehr so müde fühlt, oder anders müde. Logisch, oder?

Bericht vom Schollenholzlauf 2019

Spätwinterlauf?

«I glaub, mir müend de Scholleholzlauf verschiebe, es isch schön!» sagte ein LSV Mitglied eine Woche vor dem Lauf scherzend. Tatsächlich war es in den Jahren vorher eher so, dass winterliches und nicht so schönes Wetter herrschte. Anscheinend wurde die Strecke so gelegt, weil dies in früheren Jahren jeweils die Strassen waren, die gepflügt waren. Dieses Jahr nun ist das alles unvorstellbar. Schnee? Kühle Temperaturen? Woher auch. Die Läuferinnen und Läufer waren alle im Sommertenü, kurze Hosen, T-Shirt, ja sogar ärmellos wurde getragen. (Okay, nicht alle! Ist ja klar, dass eine Person lange Hosen trug und sogar noch kalte Hände hatte, aber lassen wir das Thema, der Frühling ist ja definitiv da – fertig gefroren.)

Die Strecke

Der Schollenholzlauf ist bereits der dritte Vereinswettkampf in dieser Saison und gehört auch zu den strengsten. Über 16km geht es, zuerst einmal den Hügel hinauf nach Liebensberg, flach hinüber nach Bewangen und dann der Autobahn entlang über die Brücke nach Gerlikon. Dann geht es abwärts, nur damit man dann noch die letzten zwei Kilometer leidend leicht aufwärts zum Ziel laufen muss. Einfach ist sie wirklich nicht die Strecke und wie immer liegt in der Luft die Mischung von Ehrgeiz und neu festgelegten ambitionierten Zielen für die neue Saison.

Los geht’s

Um zwei Uhr starteten der erste Block, bereits 15 Minuten später liefen die nächsten Läuferinnen und Läufer los. Und ja, lange Hosen waren definitiv zu warm für diesen Frühlingstag. Spätestens in Gachnang geriet jede und jeder ins Schwitzen. Warum tun wir uns das eigentlich immer wieder an? Bei dem einen oder anderen kam wohl schon diese Frage auf, während er oder sie keuchend nach Liebensberg hinauflief, sich nur allzu gut bewusst, dass man noch nicht einmal die Hälfte geschafft hat und man noch eine ganze Weile in diesem Tempo durchhalten muss. Man hätte ja auch einfach alleine auf ein «Läufli» gehen können. Viele Spaziergänger und Sportler waren an diesem Tag unterwegs. Da könnte man gemütlicher hinauflaufen, am Brunnen in Ruhe etwas trinken und vielleicht auch mal ein Stücklein gehen, die schöne Aussicht über das Thurtal geniessen. Aber nein, wir haben uns für den Schollenholzlauf entschieden, jagen uns mit Ehrgeiz den Hügel hinauf, beissen auf die Zähne, wenn es hart wird, ein sehnsüchtiger Seitenblick zum Brunnen, der so erfrischend plätschert und weiter geht’s, schliesslich gibt es dann oben in der hälfte der Strecke auch etwas zu trinken. Irgendwie können wir nicht anders, hin und wieder braucht es einfach einen Wettkampf. Und dies nicht unbedingt, um sich mit anderen zu messen. Wir tun es auch für uns selber, wollen unseren eigenen, inneren Schweinehund überwinden, uns selber beweisen, dass noch mehr drin liegt, dass man immer noch etwas mehr und länger kann und mag, als man eigentlich denkt. Und tief drinnen wissen wir auch, wie toll es sich anfühlt, wenn man ihm Ziel ist, egal ob man nun auf dem Podest gelandet ist.

Im Ziel

«Es isch eifach cool gsi, die Strecki bide Autobahn!» erklärte eine Läuferin. Letztes Jahr hat sie dort gelitten und es ging fast nicht mehr. «Aber das Jor hani nur überholt!» Andere schätzen es schlicht, dass sie wieder einmal alles gegeben haben im Wettkampf und ihnen nichts weh tut nach einer Phase mit immer wiederkehrenden Verletzungen. Und dann gibt es noch ganz andere Helden und Heldinnen. Nämlich diejenigen, die den Stoppknopf drücken und einem Läuferkollegen bestehen, dem es während dem Lauf plötzlich schlecht ging. Und dies trotz den Neckereien am Start, weil es um Ehre und Ruhm ging, was die Vereinsmeisterschaft betrifft. Dies ist Sportgeist pur und somit ein grosses Lob an Martin Sigg und Martina Zürcher, ihnen gehört ein ganz spezieller Podestplatz: 1. Rang für Sportmanship!

Dank den Helfern

Auch einen herzlichen Dank all den Helfern, die bei der Streckenmarkierung, Streckensicherung, Streckenposten und für die Festwirtschaft mitgeholfen haben. Ohne sie wäre ein solche Anlass auch nicht möglich, es braucht eben mehr als schnelle Beine und Ehrgeiz. Es braucht Einsatz von vielen Seiten.

Rangverlesen bei Kaffe und Kuchen

Bei Kaffee, Kuchen, Bier und Rivella wurde somit in der Turnhalle im Oberwiesen gefeiert und ausgetauscht. Und natürlich wurden die schnellsten unter den Teilnehmern geehrt. Dies waren in diesem Jahr bei den Damen Nicole Lohri vom LSV Frauenfeld mit einer Zeit von 1:09:01 und bei den Herren Jörg Stähli mit einer Zeit von 1:00:55. Die Gesamtrangliste ist auf der Homepage des LSV Frauenfeld ersichtlich.

Wir freuen uns auf die Laufsaison 2019

Und somit wurde sie definitiv eingeläutet, die Saison 2019: Jetzt kommt er, der Frühling mit den wärmeren Temperaturen. Weg mit den dicken, wasserdichten, behindernden Laufkleidern, den Leuchtwesten und Stirnlämpchen und den Handschuhen und Mützen. Jetzt wird es leicht und schnell, der Winterpelz fällt (der Winterspeck hoffentlich auch bald). Und mit neuem Elan und Ehrgeiz geht es los in eine spannende Laufsaison.

Mehr Fotos von Peter Altorfer hier

Bericht vom RunningDay Eschenbach 2019

Sonne in Eschenbach

Pünktlich auf den Eschenbacher Runningday ist das Wetter super schön geworden. Der Wind hat abgeflacht und die Sonne wärmte auf 16 Grad. Was einem zur Kleiderwahl führte: kurz/kurz wäre angebracht gewesen. Die einen waren zu Hause noch nicht so mutig und hatten noch die langen Hosen eingepackt!

Die Hinfahrt dauert wie immer sehr lang, gefühlt nach jeder 2. Kurve blockiert das Turbentalzügli unser Fortkommen.

Auf dem Weg zum Startgelände wurde es einem etwas flau im Magen: das Feld schien nur aus schnellen Läufern zu bestehen.

Auf geht’s zur Aufwärmrunde: wie weit ist weit genug?

Während die einen die letzten Kilometer auskundschaften, kämpfen sich andere quer durch den Wald und beklagen sich hinterher über schmerzende Füsse.

Los gehts

Dann geht’s los: Der Rundkurs ist wunderschön und abwechslungsreich. Nach einem steilen Aufstieg wird man mit einem Blick über den Zürichsee mit schneebedeckten Bergen im Hintergrund belohnt. Einfach herrlich…

Die Rangverkündigung lässt lange auf sich warten, dafür gibt es ein cooles Läufershirt als Andenken.

Unsere Läuferinnen und Läufer sind erfolgreich: Nicole Lohri ist 2.bei den Damen W40, Christine Altorfer bei den Damen W55, und Felix Schenk bei den Herren M55.

Gratulation Euch allen die gelaufen sind.

Yvonne Hutter

Vereinsrangliste

Fotos von Peter Altorfer

Fotos von Beat Schadegg

Bericht vom Laufsporttag Winterthur 2019

Frühling in Winterthur

Es ist Frühling und der LSV Frauenfeld startet mit neuem Schwung in die Saison. Wie immer ist der Laufsporttag in Winterthur der erste offizielle Wettkampf des Vereins. Wir haben schon viel erlebt an diesem Lauf, heute scheint nun einmal alles zu unserem Vorteil zu sein. Letztes Jahr hatte es noch Schnee und auch regnet es nicht wie im vorletzten Jahr – die Temperaturen sind heute recht angenehm und weil es in den letzten Tagen meist trocken war, sind auch die Wege im Eschenberger Wald nicht so matschig. Von der Kleidung sieht man am Start dennoch alles. Kurze Hosen und Träger T-Shirts, Langgeärmelte und schlussendlich auch Behandschuhte. (Wir gehen jetzt nicht genauer darauf ein, wer das war!)

Revierkämpfe

Der Lauf im Eschenberger Wald war schon immer eine harte Nuss, dieses Jahr wurde sie noch härter, der Start wurde nämlich an einen anderen Ort verlegt und somit die Strecke auf 11,4 km erhöht. Die Männer konnten so kurz vor dem Start noch die Männertoilette aufsuchen, die sich im «Frauentrakt» in der Nähe des Startes befindet. Und so kommt es, wie es kommen musste. Vor der Damentoilette die bekannte Schlange und ein paar gewitzte Damen werden ertappt, wie sie sich in fremdes Gewässer (oder Toiletten) begeben. Die Frage ist jetzt, wer hat Recht? Die Frauen, die im Frauentrakt auf die Toiletten gehen oder die Männer, die im Frauentrakt «ihre» Toilette aufsuchten. Wahrscheinlich beide ein bisschen. Habt Erbarmen ihr Männer, es hat einfach immer viel zu wenig Frauentoiletten an solchen Anlässen.

Nach dem Toilettenbesuch, wo nun auch immer, geht es nun nach dem Start nicht gleich den Höger hinauf, dieses Jahr hat man noch Zeit sich etwas warmzulaufen. Nicht für alle von Vorteil. Die Berggeis wird somit kurz nach dem Start von einem älteren LSV Mitglied erbarmungslos eingeholt. «I chehre grad wieder um!» mault sie, der Ehrgeiz siegt dann jedoch und vor allem kann man ja gar nicht kehren, zu viele Läuferinnen und Läufer sind gestartet und man will sich ja nicht in die Gefahr begeben, noch überrannt zu werden. (Später liefern sich die beiden einem harten Kampf mit immer neuen Wendungen!)

Los geht’s

Giftig ist der erste Anstieg in den Wald. Schön sind die neuen LSV T-Shirts. Leuchtend grün (oder gelb – auf jeden Fall leuchtend) erkennt man schnell, wie viele LSV Mitglieder heute gestartet sind. Schon bei den jungen Männern, die 20 Minuten vor den Damen und den «Alten» gestartet sind, führten die fitten jungen LSV Männer wacker ein Leader Grüppchen an. Und auch bei der zweiten Staffel ziehen sie davon, die schnellen LSV Mitglieder.

Zügig zieht ein Grüppchen davon und ward nicht mehr gesehen bis zum Ziel. Andere bestreiten über 10 Kilometer ein spannendes Rennen. Vor allem zwei LSV Mitglieder überholen sich gegenseitig drei Mal, bevor das männliche Mitglied siegt und die Dame stehen lässt. (Die Handschuhe waren zu schwer, jawohl.) Kurz vor dem Ziel wird der Schnelle von einer anderen schnellen LSV Dame eingeholt und rennt 7 Sekunden später über die Ziellinie. (Es lebe der Frauenpower!)

Im Ziel sind alle froh, es war ein anstrengender, aber total spannender Lauf, viele LSV Mitglieder kamen kurz nacheinander ins Ziel, es wurde hart gekämpft.

Der gemütliche Teil

Nach einer Dusche trifft man sich noch in der Turnhalle. Sämi hat extra einen Tisch für den LSV Frauenfeld reserviert und somit haben wir alle für einmal genügend Platz. Vielen Dank an Sämi! Nach dem letztjährigen Vogelfutter – Kornotto (Das im Übrigen sehr fein war) ist der diesjährige Finisher-Preis eine Leuchtweste. So ein cooles Geschenk, jeder freut sich, auch wenn jetzt der Frühling kommt und wir die Weste hoffentlich bald nicht mehr benötigen. Jetzt ist feiern angesagt. Ein Schoggihase wird geschlachtet und mit Genuss verzehrt, man stösst an und gratuliert sich. Vreni Neukom hat als einziges LSV Mitglied einen Podestplatz ergattert, sie wird in der Kategorie W60 dritte!

Aber auch sonst können die LSV Mitglieder mit guten Zeiten angeben. Alles in allem ein erfolgreicher Lauf. Und das nächste Mal müssen die Nägel wohl wieder lackiert werden, die Handschuh-Zeit für Läufe scheint langsam dem Ende zu zu gehen – auf dass die schweren Handschuhe einem nicht mehr so bremsen.

Rangliste: https://lsvfrauenfeld.ch/rangliste-laufsporttag-winterthur-2019/


In eigener Sacher:

Autorin oder Autor für den nächsten Laufbericht in Eschenbach gesucht. Bitte bei Thomas und Miriam Widmer (webmaster@lsvfrauenfeld.ch) melden.

Fotos

Hier mal ein paar Fotos von Thomas‘ Handy-Kamera. Es kommt noch mehr..

Bericht vom Frauenfelder 2018

Der Frauenfelder – Saison Höhepunkt

Auf diesen Moment haben wir alle hin gefiebert. Auf den Kanonenschuss um 10:00 Uhr, auf den zweiten um 10:30 Uhr und auf den Startschuss in Will gegen halb eins! Alle haben trainiert und das bei Wind und Wetter und oft auch Dunkelheit. Es war es wert, der verregnete Trainingsmontagabend vor etwas drei Wochen, diese doofen, langen Pyramidenläufer über den Berlingerhof, die langen Läufe über Liebensberg in Nacht und Nebel. Mit dem Startschuss zeigt es sich nun, warum wir so hart trainiert haben.
Drei nervöse LSV Mitglieder standen gegen 10:15 Uhr auf dem Markplatz und wussten nicht so recht, ob sie sich nun die Ohren zuhalten, oder doch lieber zuerst den Startknopf auf der Garmin drücken sollten.

Die Waffenläufer waren bereits über alle Hügel oder zumindest am Spital vorbei, als die drei Damen zusammen mit Marco Wick auch auf ihren Marathon starteten. «Geht es nicht zu schnell an», wurde ihnen geraten. Aber wie kann man es nicht schnell angehen, wenn man nun schon seit Stunden in einem Pool von Adrenalin badet und man einfach nur froh ist, endlich loslaufen zu können.

Hinauf nach Wil

Hinauf nach Wil, vorbei an Matzingen, Wängi, Eschlikon und Sirnach. Locker! Oder zwickt es doch ein wenig im Knie? (Nein, das bildet man sich nur ein!) Die Welt ist in Ordnung, wir sind trainiert, wie haben uns darauf gefreut und die Zuschauer am Rand bestätigen den Entschluss zu Laufen auch. Lautes Gejubel, jedes Mal, wenn man in ein Dorf hinein und wieder hinaus rennt. Kuhglocken, Musik, ermutigende Zurufe und hin und wieder einen Schluck Wasser. Der Sträfling Angelo stiehlt wohl so manchem die Show. Alle finden ihn cool. (Nimmt denn der die Sache nicht ernst, heinomol? Schaut mal mich an, ich laufe hier im Fall auch und das sicher schon seit 12 Kilometern!) Nach Sirnach meldet sich bei vielen die Blase. Mann müsste man sein, die stellen sich einfach an den Strassenrand und pinkeln hemmungslos dahin, die Frauen schauen ihnen mit neidigem Blick zu und suchen sich im Wald vor Will einen geeigneten Baum. Bäume hat es viele, aber Zuschauer auch. Und die «Schiiterbiig» die beim Trainingslauf als WC fungiert hat, ist besetzt und auch gut ersichtlich für sämtliche Zuschauer. Dann kommt der schöne Teil: durch Will laufen! Wieder jubelnde Leute und Halbmarathönler, die sich einlaufen. (Äääägi, wir sind schon eingelaufen und das seit 21 Kilometern.)

Und wieder zurück

Ein paar LSV Mitglieder haben gewartet bis die Marathönler kommen und gratulieren am Strassenrand, wie schön! Und dann geht es bereits wieder nach Hause, nach Frauenfeld. Die schnellen Halbmarathönler holen einem erbarmungslos ein. Wusch – und schon sind sie vorbei. Hin und wieder begegnet man einem LSV Mitglied und bekommt ein paar aufstellende Worte. Bitternötig sind die! Bei Kilometer 26 lahmt das erste LSV Mitglied. Das Knie meldet sich nun doch. Es ist einfach zu kalt, die Hände sind kalt, das Gesicht ist kalt, die Beine, einfach alles! Kein Wunder tut es plötzlich weh! Sowieso, wessen Idee war das eigentlich? Sicher nicht meine! Immer lasse ich mich überreden, warum laufe ich überhaupt? Da, ein Verpflegungsposten, Wasser, Rivella, Schoggi und Bananen. Alles wird gut, wenigstens für den nächsten Kilometer.

Lommis

Dann kommt die nächste Krise. Was muss man eigentlich machen, wenn man aus dem LSV austritt? Wem soll ich schreiben, wie sage ich es der Kollegin? Aber mir bleibt keine Wahl, schliesslich kann ich nie mehr laufen. Nie mehr, ich sterbe, hier in Lommis vor dem Bauernhof wo ich vor einem Jahr so glücklich meine Häsli gekauft habe! Schluchz! Der Rest des LSVs flitzt zügig an Lommis vorbei, hinauf nach Weingarten wo am Verpflegungsstand auch LSV Mitglieder stehen und einem lieb mit Getränken und Snacks eindecken. Okay, das mit dem Austritt, das überlege ich mir nochmals, auch wenn ich jetzt auch noch von Martina überholt werde. Tut eigentlich niemandem etwas weh? Es scheint, als ob alle Läuferinnen und Läufer so leichtfüssig Stettfurt entgegen hüpfen, nur der eine oder andere Waffenläufer quält sich humpelnd vorwärts! Danke, ihr lieben und tapferen Waffenläufer! Weiter geht es, stechender Schmerz im Knie und der Duft von Kohl, ein Bauer ist grad am Ernten. Im Wald vor Frauenfeld hat es wieder Zuschauer, die sogar noch Musik mitgebracht haben. Das hilft. Schon geht es etwas besser. Und auf dieser Strecke ist man ja irgendwie schon fast daheim. «Nur» noch 5 Kilometer! 5 Kilometer!!!!!!! Jammer! Die Kamelbuckel sind irgendwie gar nicht so schlimm, wohl weil wir sie seit eh und je gefürchtet haben und sie deswegen mit Respekt und etwas Ehrfurcht erklimmen. Wieder ein Verpflegungsstand und Patrik mit seinem Häsli am Gewehr. Und dann geht es flach hinüber zum Spital, der Weg ist gesäumt von Zuschauern, die einem zujubeln. Ja, wir Läuferinnen und Läufer sind ja schon Helden. Leidende Helden. «Es isch nüme wiit, chum, durehebe!» Ja du ..du….********, das kannst du schon sagen, du stehst ja auch einfach da mit einer warmen Jacke und einem Bier in der Hand, während wir, WIR, schon seit 20 Kilometern und mehr laufen und das bei dieser Kälte! (ja, der Gförli ist am schreiben, aber es war wirklich kalt!) Sind eigentlich die letzten vier Kilometer länger als die anderen Kilometer? Scheint einem fast so. Und abwärtslaufen tut ganz schön weh, wenn einem sowieso schon alles etwas weh tut.

Am Ziel

Nichts mit voller Pulle ins Ziel laufen. Aber immerhin: Ins Ziel laufen! Welch schöner Moment, welch Erleichterung! Stopp drücken, anhalten, nicht mehr laufen, nie mehr laufen. Wasser, Wasser! Dort ist Martina, und Martin, und Marco,….die Sicht verschwimmt kurz. Freudentränen? (Schweiss kann es ja nicht sein, es ist ja eben kalt!) Hände werden geschüttelt, wir fallen uns um den Hals, ach ist das schön! Jetzt schnell den Honig holen und dann….ja dann – ging mal kurz gar nichts mehr, auf jeden Fall bei einem LSV Mitglied. Sitzend wurde dieses vom Junior Andrin entdeckt und Gottlob hat er sich erbarmt und den Ehemann ausfindig gemacht, der sich dann um die lahmende Stute gekümmert hat. (Wer parkt schon ein Auto oben vom Mätteli! Da hat es ja Treppen dazwischen!)


Aber alles ist nun gut. Wir sind im Ziel. Auf Garmin wird heftigst ausgetauscht und geliked und kommentiert. Ranglisten werden verglichen und vor allem kann man jetzt essen, essen, essen!
Die Laufsaison ist zum Abschluss gekommen, glorios und mit viel Hingabe und Ehrgeiz. Und wenn ich dann irgendwann wieder normal gehen kann, dann ja, werde ich wieder laufen gehen und trainieren – für einen Marathon, oder so…vielleicht.

mw

Resultate

Waffenlauf und Halbmarathon können auf der LSV Rangliste nachgelesen werden. Es bleib noch der Marathon zu erwähnen:
Marathon

  • Marco Wick 22. M30 3:31:36
  • Martina Zürcher 7. D20 3:50:29
  • Miriam Widmer 15. D40 3:56:12
  • Yvonne Hutter 18. D40 4:04:20

Korrekturen bitte melden:

Bericht vom Insellauf Reichenau 10km 2018

LSV mit 9 Podestplätzen auf der Reichenau

Mit 19 Läufern und einigen unterstützenden Fans ist der LSV zahlreich an diesen wunderschönen Herbstlauf gepilgert. Das sonnige Herbstwetter hat eingeladen, und die Aussicht im etwas kühleren Wetter und der flachen Strecke eine gute 10km Zeit zu laufen. Und nicht zuletzt mit dem Hintergedanken dank der familiären Grösse des Laufes und den vielen Kategorien grössere Chancen auf einen Podestplatz zu haben. Die Konkurrenz ist aber diese Jahr schon deutlich grösser geworden, so ist diese Kalkulation nicht für alle aufgegangen, trotzdem haben es 9 von uns auf Podest geschafft und wir konnten uns als LSV Frauenfeld bemerkbar machen.

Kategoriesieger wurden W45 Nicole Lohri 40:12, W50 Christine Altdorfer 44:27, W55 Vreni Neukomm 53:55, MU18 Andrin Jacomet 40:09 und M55 Philipp Lohri 41:43.

Auf dem zweiten Platz landeten W50 Moni Frefel 46:51, M35 Philipp Früh 37:10, M45 Beat Ernst 39:07 und M60 Sämi Schmid 43:52

LSV-Rangliste Insellauf Reichenau 10 km 16. September 2018

 

Bericht vom Herderner Lauf 2018

Das Podest gehört uns!

Die Geister scheiden sich über dem Volkslauf Herdern. Die einen Mitglieder fanden diesen 13.8 km langen Lauf überhaupt nicht toll – «en strenge Cheib!». Andere waren total begeistert. «So schön, die Aussicht und sehr abwechslungsreich!» Eines war aber sicher, das Podest gehörte dem LSV Frauenfeld. Dabei sah es am Anfang gar nicht so siegessicher aus. Müde Gesichter waren zu sehen am Start. Es wurde geklagt über den Kater nach einem Fest oder fehlende Motivation. «Das wird heute nix!» Dennoch wurde diszipliniert eingelaufen und bei dem warmen Spätsommer Temperaturen kamen alle schon recht ins Schwitzen. Die Waffenläuferinnen und Läufer starteten zuerst. Beim Einlaufen konnte man der Truppe zusehen. Ein Drittel davon schien unfreiwillig am Lauf teilzunehmen, diese weigerten sich zu laufen und spazierten gemütlich los. Dem Handy in der Hand zu folge handelte sich dabei wohl um Teenager oder anders gesagt, unmotivierte Rekrutenschüler. (Dasselbe?)

Vielleicht war es aber genau das, was den Mitgliedern des LSV schlussendlich motivierte. Den ganzen Lauf konnte man die Waffenläufer überholen (darunter auch Mitglieder des LSV) und fühlte sich dabei natürlich super schnell. Helden sind die Waffenläufer ja sowieso, den ganzen Jubel auf der Laufstrecke gilt ihnen, da kommt man sich als Volksläuferin und Volksläufer regelrecht unfit vor. Die Helden des LSV Frauenfeld waren Christoph Lippuner und Patrick Keller und sein Häsli am Gewehr. Und egal ob es sich nun um einen *strengen Cheib» handelte oder nicht: Die Aussicht war einfach super an diesem schönen Samstag im September. Das lässt wohl jedes Läuferherz höherschlagen. Und die letzten Kilometer ging es auch nicht mehr aufwärts, man konnte einfach Vollgas geben. Eine Truppe Schülerinnen und Schüler feuerten die Läuferinnen und Läufer im Zielbereich an. Nochmals Gas geben und hinein ins Ziel und hinauf aufs Podest!

In der Kategorie W20 erreichte Nathalie Gigli den 2. Rang. In der Kategorie W 40 rannte Miriam Widmer (ohne Loch im Kopf) auf den dritten Platz. Das Podest gehörte ganze dem LSV Frauenfeld bei den Frauen in der Kategorie W50. Christine Altorfer wurde Erste, Moni Frefel Zweite und Sabine Kunz wurde Dritte! Bei den Männern gab es auch ein paar Nudeln. Sämi Schmid wurde in der Kategorie M60 Zweiter. Die Frage ist nun, ob Neid angesagt ist, für die Preise der schnellsten Frau und dem schnellsten Mann. Diese Schnellen Leute gewannen nämlich einen Startplatz am Lausanne Marathon. Toll wäre es schon, aber anstrengend. Und gerade jetzt nach dem Lauf mag man nicht so recht. Aber im Oktober dann vielleicht schon. Wobei, wenn man den Platz gewinne, dann muss man ja fast gehen. Und wenn man nicht will? Zum Glück musste sich kein Mitglied des LSV mit diesem Dilemma herumschlagen. Zufrieden mit den Nudeln, anderen guten Sachen und einem Siegerschmatz auf der Wange zogen sie davon, heimwärts, zum wohlverdienten Mittags- oder Abendschläfchen. Das Biberli aus dem Siegersäckli mampfend und stolz auf die Leistung.

ZKB Laufcup Rüti

Während die Einen in Herdnern schwitzten hat Nicole Lohri am Zürilaufcup in Rüti den Kategoriesieg in W40 erreicht, mit der Zeit von 46:22 über die 11.3 km reichte es auch für den 4. Platz Overall.