Bericht von der Winti-Sola 2021

Nach dem Ausfall im 2020 fand dieses Jahr die Winti-SOLA wieder statt. Bei der diesjährigen Laufstafette waren 68 Teams am Start, welche die rund 86 km und 1’450 hm unter die Füsse nahmen. Die meisten des LSV Frauenfeld-Teams waren bereits bei früheren Austragungen mit dabei und hatten entsprechend Erfahrung mit Anreise zum Übergabepunkt, Stabübergabe oder Ausrechnen des Zeitpunkts, wann die Teamkollegen*innen in etwa wo aufkreuzen müssten. Die Berichtschreiberin war das erste Mal am Start der SOLA und eine gewisse Nervosität machte sich breit, als die Startnummer am T-Shirt befestigt wurde.

Winti-SOLA heisst auch schöner Herbsttag, denn bei jeder der bislang durchgeführten Austragungen lachte die Sonne vom Himmel – so auch an diesem Samstag, wobei die Temperaturen am Vormittag noch nicht sommerliche Werte erreichten. So sah man um 09:00 Uhr als der Startschuss fiel das ganze Spektrum an Ausrüstung, von kurz kurz bis lang lang inkl. Stirnband und Mütze (ausser Handschuhe, die hatte ich zuhause gelassen, wobei ich schon kurz überlegt hatte, ob ich nicht doch…). Die Startstrecke war neben der Strecke Nummer 6 eine obligatorische Frauenstrecke, wobei sich trotzdem ein Mann in die Startaufstellung mischte, was dem Speaker nicht entgangen ist und einige Kommentare auslöste.

Auf dem Profil lesen sich die Höhenmeter meist ziemlich leicht, im Gegensatz dazu, wenn man sich dann auf der Strecke befindet und es immer strenger wird. Aber irgendwann ist es geschafft und die Ablösung wartet am Übergabepunkt. Bei den LSV’lern hat die Stabübergabe überall einwandfrei geklappt und nach gut 7 Stunden laufen (und wandern) rund um Winterthur waren die 12 Strecken absolviert. Zum Zieleinlauf der Schlussläuferin gesellte sich ein kleines Grüppchen des Teams und sprintete die letzten Meter mit über die Ziellinie. Zum Abschluss des tollen Tages sass man noch bei einem kühlen resp. warmen Getränk beisammen und es wurde von den verschiedenen Erlebnissen auf und neben den Strecken berichtet. Herzlichen Dank an alle – auch an die Organisatorin, es hat grossen Spass gemacht!

Das LSV Frauenfeld-Team im 2021

01: Stäubli Sandra
02: Wick Marco
03: Rindler Sandra
04: Frefel Monika
05: Scheuch Ursi
06: Hutter Yvonne
07: Aeschbacher Ruth
08: Portner Andreas
09: Lippuner Christoph
10: Schedler Jürg
11: Bächle Adrian
12: Altorfer Christine

Rang 21 von 68 (7:05:33min, 4:54/km) 7

Bericht vom Hallwilerseelauf 2020

HALLWILERSEE, 12OKT19 – Der 10 Kilometer Lauf startet beim Schloss Hallwyl, führt durch dieses hindurch und dem See entlang nach Beinwil. swiss-image.ch/Photo Andy Mettler

Sportevents sind rar im 2020. Deshalb war die Freude (und Nervosität) gross, als ich mich wieder einmal an die Startlinie einer Laufveranstaltung begeben durfte.

Die Wetterprognosen sahen leider nicht sehr vielversprechend aus und der Blick aus dem Fenster am Samstagmorgen bestätigte: es war kühl und regnerisch. Dies hielt mich und rund 3’000 andere Teilnehmende jedoch nicht davon ab, den Weg nach Boiu (Beinwil) in Angriff zu nehmen.

Nachdem Masken im ÖV ja beinahe bereits zur Gewohnheit geworden sind, war es wohl für die meisten überhaupt kein Problem, dass ab dem Eintritt ins Startgelände alle eine Schutzmaske tragen mussten. Das Einlaufen mit dem Ding vor Mund und Nase war dann schon etwas gewöhnungsbedürftig. Nach dem ersten Startschuss um 09:15 nahmen dann alle 10 Minuten rund 100 Läuferinnen und Läufer die 21km lange Strecke unter die Füsse. Da die Zeitmessung erst 400m nach dem Start erfolgte, konnten alle in Ruhe ihre Maske in den bereit gestellten «Drecksack» werfen, bevor das Wettkampftempo angeschlagen werden musste.

Die Streckenführung wurde gegenüber den Vorjahren leicht angepasst und die ersten «schnellen» Kilometer vom Dorf runter an den See gab es nicht, da sich der Start beim Strandbad befand. Die Strecke rund um den Hallwilersee ist zwar mehrheitlich flach aber mit ein paar Wellen und einigen scharfen Ecken gespickt. Und der aufgeweichte und teils rutschige Boden machte es auch nicht leichter, das gewünschte Tempo zu halten. Die Strecke an der schönen Uferlandschaft ist sogar bei Nieselregen ein Erlebnis und führt in Seengen sozusagen durch das umspülte Schloss Hallwyl. Etwa bei Rennhälfte hatte der Veranstalter extra noch ein paar Fans postiert, die für etwas Stimmung sorgten. Sonst waren kaum Zuschauer an der Strecke, obwohl es irgendwann aufgehört hatte zu regnen. Auf den letzten Metern vor dem Ziel wurde nochmals kräftig gefightet und die letzten Kraftreserven mobilisiert.

Dann war es auch schon wieder vorbei… Nach kurzer Verpflegung und längerer Verschnaufpause ging’s wieder Richtung Gepäckdepot, um trockene und warme Kleider zu holen. Aber vorher hiess es natürlich wieder: Maske aufsetzen – und lächeln!

Das OK vom Hallwilerseelauf hat tolle Arbeit geleistet und es ist gelungen, auch in dieser aussergewöhnlichen Zeit einen super Wettkampf zu organisieren. Herzlichen Dank! Vielleicht sind im nächsten Jahr mehr Clubmitglieder am Start des Herbstklassikers im aargauischen Seetal. Dann hoffentlich wieder ohne Schutzmasken.

  • 21-M50       160.    Lippuner Christoph            1:51.01,1
  • 21-F50         4.         Stäubli Sandra                      1:40.55,3

Sandra Stäubli

HALLWILERSEE, 12OKT19 – Impression vom 10 Kilometer Lauf anlaesslich des 45. Hallwilerseelaufs am herbstlich bunten Hallwilersee am Samstag, 12. Oktober 2019. swiss-image.ch/Photo Andy Mettler