Bericht vom Wiler Waldlauf 2019

Mittwochabend in Wil

Das Wetter an diesem Lauf am Mittwochabend ist jeweils genau so, wie man das Aprilwetter so kennt. Es gibt einfach alles. Einmal haben wir die zwei Runden im Wald bei Schneeregen mit Mütze, Handschuhen und Winterlaufausrüstung gemacht, letztes Jahr war es wunderschönes Wetter, dafür wurde man in eine gelbe Pollenwolke eingehüllt, es gab ein Abendlauf, an dem wir es gerade noch vor dem ersten Sommergewitter über die Ziellinie geschafft haben und an diesem Mittwoch herrschte nun Föhnstimmung. In der Luft ein Hauch Frühling, die Läuferinnen und Läufer in kurzen Hosen und kurzen Tischis, aber dennoch mit Jacken am Einlaufen – der Wind fühlt sich recht kühl an.

Es dünkt einen, dass es sehr viel mehr Teilnehmer hat als letztes Mal, aber vielleicht meint man das auch nur. Jedenfalls sind sie wieder einmal zahlreich erschienen, die Spinner, die nach einem Arbeitstag noch «Lust auf einen Lauf» haben. «I wett i wär scho wieder im Ziel.», «I mag hüt gar nöd eso.» oder «Ich muss es langsam angehen, weisst du, der Marathon am Sonntag,…» Die spinnen doch, die Läuferinnen und Läufer – irgendwie. Warum stehen sie denn jetzt da, am Start, mit den Füssen scharrend wie Hengste und schnelle Stuten, den Knopf gierig auf dem Startknopf der Laufuhr, wenn sie «nicht mögen»? Die Antwort weiss wohl keiner so recht, aber es macht halt Spass. Und nach dem Lauf fühlt man sich super, das weiss man auch dann, wenn es einem am Start noch etwas stinkt.

Die Strecke

Der Abendlauf führt zwei Runden durch den Wald unterhalb bei Will und knapp an der Raststätte Thurau vorbei. Zuerst etwas geradeaus, dann zweimal den Hügel hinauf, wieder hinunter und zwischendurch mal auf schmalen Waldwegen oder Kieswegen. Sie ist abwechslungsreich und schön die Strecke und hat sicher für jeden etwas dabei. Und weil man zweimal am Waldhaus, wo der Start ist vorbeirennt, hat man auch immer wieder Zuschauer, die einen jubelnd anfeuern, das macht Mut.

Auf der Strecke vor und kurz nach dem Ziel weht der Föhnsturm kräftig übers Feld, wirbelt Staub auf und vor allem weht einem der Sturm ins Gesicht. Tapfer kämpfen sich die Sportlinnen und Sportler voran, stemmen sich gegen den Wind und gehen in die zweite Runde. Im Wald ist es etwas windstiller, dafür zerrt der Föhnsturm an den Bäumen kleines Geäst fällt herunter und plötzlich ein dumpfer Aufschlag, ein dickerer Ast wird heruntergerissen. Das Adrenalin schiesst gerade noch etwas in die Höhe und beschleunigt die Schritte. Wieder geht es in die Gerade vor dem Ziel, nochmals muss man sich gegen den Wind stemmen und mit letzter Kraft geht es über die Ziellinie – geschafft!

Im Ziel

Glückliches Händeschütteln und Gratulieren. «Du feuerst mich auch noch so an, dabei war ich so am Limit», schimpft ein Mitglied. Ob er denn rufen solle, dass man ja schön langsam in Ziel laufen soll, wehrt sich der Angegriffene schlagfertig. Gut gekontert! Aber Läuferlogik war ja noch nie logisch, oder? Es wird schnell kühler, in der kurzen Laufkleidung friert man. Zum Glück gibt es warmen Tee! Zügig verziehen sich die Läuferinnen und Läufer dann aber Richtung Turnhalle, es ist einfach zu kalt, um noch lange in dem Wind zu stehen, jeder will unter die warme Dusche. Im Laufschritt joggt man somit den Kilometer von der Waldhütte zurück, stolz auf die vollbrachte Leistung. Jetzt schmeckt das Schoggistängeli natürlich super! Und unter dem starken Strahl der Dusche, kriegt man auch noch eine unfreiwillige Massage. Der Blütenstaub ist auf jeden Fall aus den Haaren gespült worden, bei der Menge von Wasser, die im Schnelltempo aus dem Duschkopf geschossen ist. Krebsrot von dem kalten Wind und der Massage unter der Dusche, frisch schamponiert, gepudert und gekämmt trinkt und isst man noch etwas in der Beiz der Turnhalle und einige machen sich auch sofort auf den Heimweg, schliesslich ist es ein normaler Mittwoch (für uns Läuferinnen und Läufer jedenfalls) und morgen muss man wieder in den Stollen. Es ist eine schöne Müdigkeit, die man jetzt verspürt, so schläft es sich am besten! Es gibt nichts Schöneres, als nach einem harten Arbeitstag einen Laufwettkampf zu bestreiten, so zur Erholung, als Ausgleich, damit man sich nicht mehr so müde fühlt, oder anders müde. Logisch, oder?

Bericht vom Schollenholzlauf 2019

Spätwinterlauf?

«I glaub, mir müend de Scholleholzlauf verschiebe, es isch schön!» sagte ein LSV Mitglied eine Woche vor dem Lauf scherzend. Tatsächlich war es in den Jahren vorher eher so, dass winterliches und nicht so schönes Wetter herrschte. Anscheinend wurde die Strecke so gelegt, weil dies in früheren Jahren jeweils die Strassen waren, die gepflügt waren. Dieses Jahr nun ist das alles unvorstellbar. Schnee? Kühle Temperaturen? Woher auch. Die Läuferinnen und Läufer waren alle im Sommertenü, kurze Hosen, T-Shirt, ja sogar ärmellos wurde getragen. (Okay, nicht alle! Ist ja klar, dass eine Person lange Hosen trug und sogar noch kalte Hände hatte, aber lassen wir das Thema, der Frühling ist ja definitiv da – fertig gefroren.)

Die Strecke

Der Schollenholzlauf ist bereits der dritte Vereinswettkampf in dieser Saison und gehört auch zu den strengsten. Über 16km geht es, zuerst einmal den Hügel hinauf nach Liebensberg, flach hinüber nach Bewangen und dann der Autobahn entlang über die Brücke nach Gerlikon. Dann geht es abwärts, nur damit man dann noch die letzten zwei Kilometer leidend leicht aufwärts zum Ziel laufen muss. Einfach ist sie wirklich nicht die Strecke und wie immer liegt in der Luft die Mischung von Ehrgeiz und neu festgelegten ambitionierten Zielen für die neue Saison.

Los geht’s

Um zwei Uhr starteten der erste Block, bereits 15 Minuten später liefen die nächsten Läuferinnen und Läufer los. Und ja, lange Hosen waren definitiv zu warm für diesen Frühlingstag. Spätestens in Gachnang geriet jede und jeder ins Schwitzen. Warum tun wir uns das eigentlich immer wieder an? Bei dem einen oder anderen kam wohl schon diese Frage auf, während er oder sie keuchend nach Liebensberg hinauflief, sich nur allzu gut bewusst, dass man noch nicht einmal die Hälfte geschafft hat und man noch eine ganze Weile in diesem Tempo durchhalten muss. Man hätte ja auch einfach alleine auf ein «Läufli» gehen können. Viele Spaziergänger und Sportler waren an diesem Tag unterwegs. Da könnte man gemütlicher hinauflaufen, am Brunnen in Ruhe etwas trinken und vielleicht auch mal ein Stücklein gehen, die schöne Aussicht über das Thurtal geniessen. Aber nein, wir haben uns für den Schollenholzlauf entschieden, jagen uns mit Ehrgeiz den Hügel hinauf, beissen auf die Zähne, wenn es hart wird, ein sehnsüchtiger Seitenblick zum Brunnen, der so erfrischend plätschert und weiter geht’s, schliesslich gibt es dann oben in der hälfte der Strecke auch etwas zu trinken. Irgendwie können wir nicht anders, hin und wieder braucht es einfach einen Wettkampf. Und dies nicht unbedingt, um sich mit anderen zu messen. Wir tun es auch für uns selber, wollen unseren eigenen, inneren Schweinehund überwinden, uns selber beweisen, dass noch mehr drin liegt, dass man immer noch etwas mehr und länger kann und mag, als man eigentlich denkt. Und tief drinnen wissen wir auch, wie toll es sich anfühlt, wenn man ihm Ziel ist, egal ob man nun auf dem Podest gelandet ist.

Im Ziel

«Es isch eifach cool gsi, die Strecki bide Autobahn!» erklärte eine Läuferin. Letztes Jahr hat sie dort gelitten und es ging fast nicht mehr. «Aber das Jor hani nur überholt!» Andere schätzen es schlicht, dass sie wieder einmal alles gegeben haben im Wettkampf und ihnen nichts weh tut nach einer Phase mit immer wiederkehrenden Verletzungen. Und dann gibt es noch ganz andere Helden und Heldinnen. Nämlich diejenigen, die den Stoppknopf drücken und einem Läuferkollegen bestehen, dem es während dem Lauf plötzlich schlecht ging. Und dies trotz den Neckereien am Start, weil es um Ehre und Ruhm ging, was die Vereinsmeisterschaft betrifft. Dies ist Sportgeist pur und somit ein grosses Lob an Martin Sigg und Martina Zürcher, ihnen gehört ein ganz spezieller Podestplatz: 1. Rang für Sportmanship!

Dank den Helfern

Auch einen herzlichen Dank all den Helfern, die bei der Streckenmarkierung, Streckensicherung, Streckenposten und für die Festwirtschaft mitgeholfen haben. Ohne sie wäre ein solche Anlass auch nicht möglich, es braucht eben mehr als schnelle Beine und Ehrgeiz. Es braucht Einsatz von vielen Seiten.

Rangverlesen bei Kaffe und Kuchen

Bei Kaffee, Kuchen, Bier und Rivella wurde somit in der Turnhalle im Oberwiesen gefeiert und ausgetauscht. Und natürlich wurden die schnellsten unter den Teilnehmern geehrt. Dies waren in diesem Jahr bei den Damen Nicole Lohri vom LSV Frauenfeld mit einer Zeit von 1:09:01 und bei den Herren Jörg Stähli mit einer Zeit von 1:00:55. Die Gesamtrangliste ist auf der Homepage des LSV Frauenfeld ersichtlich.

Wir freuen uns auf die Laufsaison 2019

Und somit wurde sie definitiv eingeläutet, die Saison 2019: Jetzt kommt er, der Frühling mit den wärmeren Temperaturen. Weg mit den dicken, wasserdichten, behindernden Laufkleidern, den Leuchtwesten und Stirnlämpchen und den Handschuhen und Mützen. Jetzt wird es leicht und schnell, der Winterpelz fällt (der Winterspeck hoffentlich auch bald). Und mit neuem Elan und Ehrgeiz geht es los in eine spannende Laufsaison.

Mehr Fotos von Peter Altorfer hier

Bericht vom Winterlaufcup in Frauenfeld 2019

Dieses Mal ist der Winterlauf Cup auch ein Heimlauf. Seit eh und je heisst die Strecke, die der LSV anfangs der Winterhalbjahres Saison abläuft «Winterlauf – Strecke», denn genau dieses Strecke, steht an dem Samstagnachmittag auf dem Programm des Ostschweizer Winterlauf Cups. Wir kennen sie in und auswendig, die einen sind froh darum, andere «lätschen» schon am Start, weil sie genau wissen, was auf sie zukommt. 13 Kilometer über die Felder, Wiesen und Wälder des Thurgaus und das bei frühlingshaften Temperaturen. Aber dennoch ist es der Winterlauf Cup und die Gfrörlis tragen immer noch Handschuhe. Eigentlich schade, findet ein weibliches LSV Mitglied. «Jetzt habe ich mir so schöne farbige Nägel lackiert!» Damit man aber nicht vergisst, dass es immer noch Winter ist, kommt kurz vor dem Start noch ein «Spruz» vom Himmel und» feuchtelt» alle ein wenig ein.

Los gehts

Ein paar wenige LSV Mitglieder laufen voraus und ein paar andere sind super schnell und starten später, der grösste Rutsch geht jedoch um 14:20 Uhr weg. Alle schön miteinander, scheinbar freundschaftlich und guten Mutes. Bis zum Ägelsee trabt des LSV Grüppchen in Eintracht zügig zusammen, genau bis zur Kreuzung, wo der verletzte Ehemann eines LSV Mitgliedes steht, neidisch den Läufern zuschaut und Fotos schiesst. Danach währen sich wohl die anderen in Sicherheit, ausserhalb der Reichweite des wachenden Ehemannes und sie lassen die Läuferin schamlos auf der Strecke zurück. Diese versucht noch tapfer mitzuhalten, aber nach etwa 8 Kilometern war es das, die Puste ist aus, die restlichen Kilos des Weihnachtsspecks immer noch störend an den Hüften, fällt die Läuferin zurück und überlegt sich in der Nähe des Hohlibergs, ob sie es überhaupt noch bis zum Ziel durchhalten, oder doch grad direkt nach Hause rennen soll, in die Sauna und zum Kühlschrank mit feinem Bier.

Wo geht’s durch?

Andere LSV Mitglieder kämpfen nicht mit sich selber, sondern mit der Beschilderung. Eine Abzweigung wird zu früh genommen und zack, schon ist man mitten in einem Wald und weiss nicht so recht wie weiter. Wo sind denn die anderen? Sind wir jetzt so super schnell, so wahnsinnig langsam, ist das ein Traum oder ist es doch so, dass man sich verlaufen hat? Umkehren und weiter geht es. Zum Glück hat es genug Läuferinnen und Läufer, die einem wieder auf den richtigen Weg helfen. (Für ein nächstes Mal: Einfach weiterlaufen, der Weg dort führt zurück auf die Strecke und ist weder ein Umweg noch eine Abkürzung, also alles kein Problem. Ausser vielleicht ein böser Hofhund oder so…)

Endspurt

Windig ist es auch an diesem Samstag und die letzten drei Kilometer strecken sich in die Länge. Durch den Hohliwald, Heimat des fiesesten Fuchses, geht es zurück zum Anfang, vorbei am Ägelsee, entlang der Autobahn wieder den Hügel hinauf. Wäre man doch nur schon dort. Die Silos der Zuckerfabrik zeigen das Ziel an, jetzt noch einmal Vollgas, der Kuchen und Bossis Spezialtee sind nicht mehr weit.

Im Ziel

Abgekämpft aber glücklich trifft man sich wieder im Ziel, schüttelt sich die Hände, geniesst Tee und das reichhaltige Kuchenbuffet und der Grfrörli des LSVs muss zugeben, dass er dieses Mal doch tatsächlich etwa zu warm angezogen ist. «Heinomol, hani jetzt heiss übercho!»

Noch nicht am Ende

Der Winter ist jedoch noch nicht geschlagen. Es wird nochmals kalt. In zwei Wochen könnte es deswegen gut nochmals so kommen, wie vor einem Jahr, als sich die Läuferinnen und Läufer in Göttighofen bei Minustemperaturen fast nicht auf die Strecke gewagt haben. Deswegen – die Handschuhe und die Mütze doch noch nicht wegpacken, der Winterlauf Cup geht noch weiter, bevor dann hoffentlich bald der Frühling kommt.

mw

Offizielle Seite des Lauf-cups in Frauenfeld

Bericht vom Winterlaufcup in Henau 2019

Immer noch Winter! Und es ist kalt. Jetzt einfach schon ein Stück Kuchen nehmen und in der warmen Garderobe warten, bis die anderen vom Lauf zurückkommen, das wär’s doch. Aber nein, echte Läuferinnen und Läufer machen sowas nicht, selbst wenn es minus fünf Grad sind. Kuchen schmeckt halt doch am besten, wenn man ihn verdient hat. Und selbst der Obergfrörli des LSV muss eingestehen, in der Sonne ist eine Winterlandschaft wirklich schön. Nach den ersten zwei Kilometern sind die Füsse und Hände auch nicht mehr gar so kalt und man ist eingelaufen. (Das Einlaufen kommt einfach zu kurz bei der Kälte.) Und für einmal war die Schuhwahl auch perfekt. Wie schön es doch unter den Füssen knirscht, wenn alles so Stein und Bein gefroren ist. Zusammen mit dem Läufertackt, der regelmässigen Atmung, der Thur, die so frisch aussieht in der Winterlandschaft und die Sonne, die einem das kalte Gesicht wärmt und so schön auf die schwarze Laufkleidung scheint, ergibt es die Mischung, aus der die Glückshormone gemacht sind. So sind die 14,95 Kilometer gar nicht so weit, wie man zuerst gedacht hat.

Berggeissen

Die Strecke führt meist flach der Thur entlang, nur einmal, nach etwa sieben Kilometern geht es steil aufwärts. Jetzt Vollgas, zeig den Flachländern, was eine echte Berggeis ist! Nach dem Aufstieg haben wohl alle schön warm und wie im Nu geht es dann wieder abwärts, dem Ziel entgegen. Immer noch scheint die Wintersonne gnädig auf die vielen tapferen Läuferinnen und Läufer nieder und belohnt das frühe Aufstehen. Ein LSV Mitglied musst die Vernunft walten lassen und nach fünf Kilometern wieder umkehren, eine Zerrung machte sich bemerkbar. Aber auch so konnte noch genügend Vitamin D getankt werden und Vorsätze wurden gefasst, in Zukunft wieder brav die Kräftigungs- und Stabilisationsübungen zu machen. Andere nahmen sich vor, doch etwas weniger Kuchen zu essen. Isolieren tut die Fettschicht nämlich nicht, sie stört nur beim Laufen, wenn sie sich an den Problemzonen festsetzt. Und wieder andere wurden getrieben von neu aufflammendem Ehrgeiz für die bevorstehende Saison, es ist Januar und ein ganzer Frühling und Sommer steht vor der Türe. Ins Ziel kamen sie alle und der Kuchen und der Tee schmeckte super. In der schönen Turnanlage hatte es sogar so viel Platz, dass man die Dusche praktisch für sich alleine hatte.

Nächstes mal in Frauenfeld

Nur noch zwei Mal heisst es für die Mitglieder des LSV Winterlauf Cup. Am 9. Februar in Frauenfeld und zwei Wochen danach das Finale in Göttighofen. Es lohnt sich auf jeden Fall, vor allem wenn die Sonne scheint. Da wird der grösste Gfrörli und Jammerlappen des LSVs zur Berggeis.

mw

Offizielle Seite des Lauf-cups in Henau

Bericht vom Winterlauf Cup in Weinfelden 2018

Es ist immer noch Winter – logo – schliesslich heisst es auch Winterlauf Cup. Und der Winter zeigt sich von seiner winterlichen Seite. Gestern hat es noch geschneit, heute ist es eher Regen, daraus ergibt sich ein herrliches Gemisch aus einer Ladung Schnee und Dreck. Fügt man da noch hunderte von Läuferinnen und Läufer und deren Füsse dazu hat man das perfekte Mus! Und das über mehr als vierzehn Kilometer. Juppi! Angelehnt an den letzteren Laufbericht kann man da nur noch hinzufügen: sie kommen dennoch, die Läuferinnen und Läufer und das zahlreich. Fragt sich nur, was die Gründe sind, warum man bei diesem Wetter, bei dem nur Hündeler und frischgebackene Eltern sich für einen Spaziergang entscheiden, auf eine Laufrunde geht. Sind es die Weihnachtsguezli und zig andere gute Sachen, die man sich über die Festtage zu Gemüte geführt hat und die sich nun so unschmeichelhaft an Hüften und Bauch angesetzt haben? Oder ist es einfach das Drinnen sitzen in dem düsteren Januar-wetter und das gute Gefühl nach dem Lauf, etwas getan zu haben? Oder doch schlicht nur, dass wir gerne laufen? Während sich ein paar Läuferinnen und Läufer noch eine Startnummer holten, kam ein Monteur ins Räumchen und wollte wissen, ob wir es waren, die angerufen haben wegen der kaputten Heizung. Die Antwort kam prompt: «Nein, wir haben alles und Läuferinnen und Läufer brauchen keine Heizung, wir haben auch so warm.» Naja, das mit dem warm haben, über das lässt sich streiten, aber eine Heizung braucht es sicher nicht zum Laufen.

Start im Matsch

Warm bekam man nämlich spätestens nach etwa vier Kilometer durch den Matsch, als das Strässchen sich einem Hügel zu neigte. Immer steiler wurde es und da rutschten und schlipften die angefressenen Sportler und Sportlerinnen bergauf. Die einen schnell und leichtfüssig (mit verspritztem Hintern), andere entschieden sich für den Schildkrötengang (wohl auch mit verspritzen Hintern, aber das weiss ich nicht, denn ich habe mich nicht von hinten gesehen und meine Kollegin, die mich lächelnd überholte, war anständig genug, sich nicht darüber lustig zu machen.)

Bergpreis

Nach dem Hügel hatte man es eigentlich schon fast geschafft. Dann ging es wieder bergab und zum Teil auch auf einer geteerten Strasse ohne Pflotsch. Welch eine Wohltat. Das Laufen im Schnee fordert einem nämlich schon etwas ab. Gegen Ende wird es immer enger, man wird von den Schnellen zunehmend eingeholt. Auf den engen Strässchen kein leichtes Unterfangen, denn mittlerweile wurde der Pflotsch von hunderten von Füssen aufgeweicht, eingematscht und es spritzt nach allen Seiten. Wird man überholt, so bekommt man auch gleich ein paar nasskalte, platschende Spritzer ab. Je nachdem wie schnell die Person ist, etwas mehr oder weniger. Schön ist es nicht. Aber es geht nur noch drei Kilometer, der Kuchen winkt und einen Becher heissen Tee wird einem gut tun. Wie es die einen immer noch schaffen, so leichtfüssig durch dieses Mus zu laufen! Und das noch mit einem Lächeln auf dem Gesicht. Die Glückhormone müssen da ja wie verrückt wirken.

Nass und dreckig im Ziel

Alle sind nass und dreckig, als sie ins Ziel laufen. Aber alles sind auch glücklich. Wir haben’s wieder einmal geschafft, wir die unvernünftigen Läuferinnen und Läufer sind an einem verregneten Wintermorgen über vierzehn Kilometer gerannt. Nun geht es unter die Dusche und dann zum Mittagessen. Eine warme Suppe, ein verdientes Nickerchen auf der Couch, dafür lebt man, dafür läuft man. So unvernünftig ist es gar nicht, finde ich, auch wenn mir jetzt doch ein wenig die Wade zwickt.

«Der Laufcup ist schon was Großartiges. Mich hätten keine zehn Pferde heute zum Laufen gebracht, aber in einer Gruppe geht es leichter. Selbst wenn ich rausgegangen wäre, niemals wäre ich vierzehn Kilometer gelaufen», mein ein LSV Mitglied. Es war ein Mus, es war nass und kalt, aber es war auch cool. Immer wieder. Und in zwei Wochen werden sie wieder laufen, egal was für Wetter es ist, und egal, wie viel darüber gejammert wird. Im Ziel hat es sich schlussendlich immer gelohnt.

mw

Offizielle Seite des Lauf-cups in Weinfelden

Läuferinnen und Läufer im Winter

“Das ist ja nun wirklich sehr unvernünftig! Spinner!» Wer von den angefressenen Läuferinnen und Läufer musst sich nicht schon einen solchen Spruch anhören. Oder man findet es sogar selbst, nachdem man die Nase aus der Türe gestreckt hat und dieser fast abgefroren ist. Und dennoch, erscheinen immer eine ganze Menge an den Laufveranstaltungen im Winter. Auch wenn es Schnee hat und bitterkalt ist. Da wird zwar gejammert, weil man in den wasserdichten Winterlaufschuhen bestimmt nicht schnell sein kann, oder aber es wird über kalte und nasse Füsse geklagt, die schnittigen dünnen Laufschuhe sind wohl da auch nicht das Richtige. Wir schnäuzen, wir pusten in die Hände, ziehen dieser doofe Mütze an, damit einem die Ohren nicht abbrechen, stehen schlotternd am Start oder laufen uns ein, damit wir nicht auf der Stelle auf dem Glatteis anfrieren.

Dabei sind wir genau so wie alle anderen hin und wieder krank. Sei es ein Pfnüsel, ein hartnäckiger Husten oder das eine oder andere Gelenk, das nicht mehr mitmacht bei der Kälte. Ja, das alles passiert uns leider auch. Aber sobald der Hals nicht mehr kratzt und man nicht mit einer ganzen Kleenex Box auf die Laufrunde muss, werden die Schuhe wieder geschnürt. Schreckich, mehr als eine Woche konnte man nun nicht mehr laufen, da wird man ja noch kränker. (und dicker, bei all den Keksen!)  Es passiert wohl dem einen oder anderen Läufer, der einen oder anderen Läuferin, dass die Augen sehnsüchtig in die Weite schweifen, während man auf dem Sofa liegt, eingemummt in eine warme Decke mit einem Neocitran in der Hand und man sich nur Eines wünscht: raus, in die Laufschuhe, bevor man aus der Form fällt. Das ewige Liegen tut weh, wir brauchen frische Luft!

«Du machst jetzt aber ein wenig Pause. Wahrscheinlich hast du dich einfach übernommen, der Körper muss sich erholen, kein Wunder bist du krank!» Auch so ein Spruch, den man als Läuferin und Läufer oft zu hören bekommt. Pause? Aber, die Sonne scheint doch. Und wovon soll ich denn Pause machen? Von der Arbeit, ja, aber das bedeutet ja eben, dass man dann Zeit zum Laufen hat. Pause vom Laufen? Wozu denn, ich bin ja nicht krank. Oder ich bin nicht mehr krank, das «bizli Pfnüsel», das geht dann nach drei Kilometern von selbst weg. Und ja, das Gelenk tut schon noch ein wenig weh, dafür tut der Rücken nicht mehr weh vom Herumliegen.

Für die einen Unvernunft, für Ärzte jedoch oft auch Medizin. So wird einem LSV Mitglied geraten, möglichst schnell wieder aktiv zu werden. «Sie könnten auch in die Physio», meinte der Arzt und hat sich wohl gewundert, warum die Patientin ihm beinahe um den Hals gefallen ist. Endlich mal jemand der sagt, werden sie aktiv und nicht. «Jetzt leg dich mal hin und lauf nicht immer!»

Ist es denn so unvernünftig, das Laufen im Winter? Wird man davon wirklich krank? Übertreiben wir es? Wie gesagt, die Menge an Laufbegeisterten nimmt im Winter nicht ab, also kann man nicht wirklich mehr krank sein. Nicht mit ein paar guten Schlucken von Bossis Spezialtee am Ziel und einem grossen Stück Schoggikuchen. Und solange es genügen warmes Wasser hat in den Duschen und man nach dem Laufen trockene, warme Kleider hat, fängt man sich auch nicht gleich eine neue Erkältung ein. Und frische Luft hat wohl noch keinem geschadet. Die Spaziergänge (die sich später als Jogging entpuppten) halfen dem kranken LSV Mitglied auch schneller als gedacht wieder auf die Beine.

Wir machen es halt einfach gern, egal wie kalt und nass es ist. Laufen ist einfach schön und es gibt gute Laune. Ob es nun vernünftig ist, sei dahingestellt, auf jeden Fall ist es nicht vernünftig einem Läufer und einer Läuferin zu raten, nicht laufen zu gehen. Wir sind alle nur erträglich, wenn wir laufen können. Und sind wir mal ehrlich, was tun den die Anderen an einem Sonntagmorgen im Advent so Vernünftiges? (Den Spitzbuben aus dem Säckli des Kindes klauen, das dieses am Freitag eigentlich vom Wichtel in der Schule geschenkt bekommen hat).

Lassen wir uns doch alle hin und wieder etwas Unvernünftiges tun. Denn genau das ist es ja, dass das Leben so spannend macht und nur aus der Unvernunft lernt man schlussendlich auch hin und wieder etwas vernünftiger zu werden.

Fotos vom Lauf-cup Sulgen (Dank an Silvia Zeller):

Bericht vom Frauenfelder 2018

Der Frauenfelder – Saison Höhepunkt

Auf diesen Moment haben wir alle hin gefiebert. Auf den Kanonenschuss um 10:00 Uhr, auf den zweiten um 10:30 Uhr und auf den Startschuss in Will gegen halb eins! Alle haben trainiert und das bei Wind und Wetter und oft auch Dunkelheit. Es war es wert, der verregnete Trainingsmontagabend vor etwas drei Wochen, diese doofen, langen Pyramidenläufer über den Berlingerhof, die langen Läufe über Liebensberg in Nacht und Nebel. Mit dem Startschuss zeigt es sich nun, warum wir so hart trainiert haben.
Drei nervöse LSV Mitglieder standen gegen 10:15 Uhr auf dem Markplatz und wussten nicht so recht, ob sie sich nun die Ohren zuhalten, oder doch lieber zuerst den Startknopf auf der Garmin drücken sollten.

Die Waffenläufer waren bereits über alle Hügel oder zumindest am Spital vorbei, als die drei Damen zusammen mit Marco Wick auch auf ihren Marathon starteten. «Geht es nicht zu schnell an», wurde ihnen geraten. Aber wie kann man es nicht schnell angehen, wenn man nun schon seit Stunden in einem Pool von Adrenalin badet und man einfach nur froh ist, endlich loslaufen zu können.

Hinauf nach Wil

Hinauf nach Wil, vorbei an Matzingen, Wängi, Eschlikon und Sirnach. Locker! Oder zwickt es doch ein wenig im Knie? (Nein, das bildet man sich nur ein!) Die Welt ist in Ordnung, wir sind trainiert, wie haben uns darauf gefreut und die Zuschauer am Rand bestätigen den Entschluss zu Laufen auch. Lautes Gejubel, jedes Mal, wenn man in ein Dorf hinein und wieder hinaus rennt. Kuhglocken, Musik, ermutigende Zurufe und hin und wieder einen Schluck Wasser. Der Sträfling Angelo stiehlt wohl so manchem die Show. Alle finden ihn cool. (Nimmt denn der die Sache nicht ernst, heinomol? Schaut mal mich an, ich laufe hier im Fall auch und das sicher schon seit 12 Kilometern!) Nach Sirnach meldet sich bei vielen die Blase. Mann müsste man sein, die stellen sich einfach an den Strassenrand und pinkeln hemmungslos dahin, die Frauen schauen ihnen mit neidigem Blick zu und suchen sich im Wald vor Will einen geeigneten Baum. Bäume hat es viele, aber Zuschauer auch. Und die «Schiiterbiig» die beim Trainingslauf als WC fungiert hat, ist besetzt und auch gut ersichtlich für sämtliche Zuschauer. Dann kommt der schöne Teil: durch Will laufen! Wieder jubelnde Leute und Halbmarathönler, die sich einlaufen. (Äääägi, wir sind schon eingelaufen und das seit 21 Kilometern.)

Und wieder zurück

Ein paar LSV Mitglieder haben gewartet bis die Marathönler kommen und gratulieren am Strassenrand, wie schön! Und dann geht es bereits wieder nach Hause, nach Frauenfeld. Die schnellen Halbmarathönler holen einem erbarmungslos ein. Wusch – und schon sind sie vorbei. Hin und wieder begegnet man einem LSV Mitglied und bekommt ein paar aufstellende Worte. Bitternötig sind die! Bei Kilometer 26 lahmt das erste LSV Mitglied. Das Knie meldet sich nun doch. Es ist einfach zu kalt, die Hände sind kalt, das Gesicht ist kalt, die Beine, einfach alles! Kein Wunder tut es plötzlich weh! Sowieso, wessen Idee war das eigentlich? Sicher nicht meine! Immer lasse ich mich überreden, warum laufe ich überhaupt? Da, ein Verpflegungsposten, Wasser, Rivella, Schoggi und Bananen. Alles wird gut, wenigstens für den nächsten Kilometer.

Lommis

Dann kommt die nächste Krise. Was muss man eigentlich machen, wenn man aus dem LSV austritt? Wem soll ich schreiben, wie sage ich es der Kollegin? Aber mir bleibt keine Wahl, schliesslich kann ich nie mehr laufen. Nie mehr, ich sterbe, hier in Lommis vor dem Bauernhof wo ich vor einem Jahr so glücklich meine Häsli gekauft habe! Schluchz! Der Rest des LSVs flitzt zügig an Lommis vorbei, hinauf nach Weingarten wo am Verpflegungsstand auch LSV Mitglieder stehen und einem lieb mit Getränken und Snacks eindecken. Okay, das mit dem Austritt, das überlege ich mir nochmals, auch wenn ich jetzt auch noch von Martina überholt werde. Tut eigentlich niemandem etwas weh? Es scheint, als ob alle Läuferinnen und Läufer so leichtfüssig Stettfurt entgegen hüpfen, nur der eine oder andere Waffenläufer quält sich humpelnd vorwärts! Danke, ihr lieben und tapferen Waffenläufer! Weiter geht es, stechender Schmerz im Knie und der Duft von Kohl, ein Bauer ist grad am Ernten. Im Wald vor Frauenfeld hat es wieder Zuschauer, die sogar noch Musik mitgebracht haben. Das hilft. Schon geht es etwas besser. Und auf dieser Strecke ist man ja irgendwie schon fast daheim. «Nur» noch 5 Kilometer! 5 Kilometer!!!!!!! Jammer! Die Kamelbuckel sind irgendwie gar nicht so schlimm, wohl weil wir sie seit eh und je gefürchtet haben und sie deswegen mit Respekt und etwas Ehrfurcht erklimmen. Wieder ein Verpflegungsstand und Patrik mit seinem Häsli am Gewehr. Und dann geht es flach hinüber zum Spital, der Weg ist gesäumt von Zuschauern, die einem zujubeln. Ja, wir Läuferinnen und Läufer sind ja schon Helden. Leidende Helden. «Es isch nüme wiit, chum, durehebe!» Ja du ..du….********, das kannst du schon sagen, du stehst ja auch einfach da mit einer warmen Jacke und einem Bier in der Hand, während wir, WIR, schon seit 20 Kilometern und mehr laufen und das bei dieser Kälte! (ja, der Gförli ist am schreiben, aber es war wirklich kalt!) Sind eigentlich die letzten vier Kilometer länger als die anderen Kilometer? Scheint einem fast so. Und abwärtslaufen tut ganz schön weh, wenn einem sowieso schon alles etwas weh tut.

Am Ziel

Nichts mit voller Pulle ins Ziel laufen. Aber immerhin: Ins Ziel laufen! Welch schöner Moment, welch Erleichterung! Stopp drücken, anhalten, nicht mehr laufen, nie mehr laufen. Wasser, Wasser! Dort ist Martina, und Martin, und Marco,….die Sicht verschwimmt kurz. Freudentränen? (Schweiss kann es ja nicht sein, es ist ja eben kalt!) Hände werden geschüttelt, wir fallen uns um den Hals, ach ist das schön! Jetzt schnell den Honig holen und dann….ja dann – ging mal kurz gar nichts mehr, auf jeden Fall bei einem LSV Mitglied. Sitzend wurde dieses vom Junior Andrin entdeckt und Gottlob hat er sich erbarmt und den Ehemann ausfindig gemacht, der sich dann um die lahmende Stute gekümmert hat. (Wer parkt schon ein Auto oben vom Mätteli! Da hat es ja Treppen dazwischen!)


Aber alles ist nun gut. Wir sind im Ziel. Auf Garmin wird heftigst ausgetauscht und geliked und kommentiert. Ranglisten werden verglichen und vor allem kann man jetzt essen, essen, essen!
Die Laufsaison ist zum Abschluss gekommen, glorios und mit viel Hingabe und Ehrgeiz. Und wenn ich dann irgendwann wieder normal gehen kann, dann ja, werde ich wieder laufen gehen und trainieren – für einen Marathon, oder so…vielleicht.

mw

Resultate

Waffenlauf und Halbmarathon können auf der LSV Rangliste nachgelesen werden. Es bleib noch der Marathon zu erwähnen:
Marathon

  • Marco Wick 22. M30 3:31:36
  • Martina Zürcher 7. D20 3:50:29
  • Miriam Widmer 15. D40 3:56:12
  • Yvonne Hutter 18. D40 4:04:20

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LSV Wochenende vom 27./28. Oktober 2018

Probelauf Wil-Frauenfeld

Nach einer langen Warmwetterperiode folgte ein garstiger Regentag und das ausgerechnet am auserwählten Tag für den Probelauf von Wil nach Frauenfeld. Die Gespräche im Wilerbähnli drehten sich dann auch um die «passende Kleidung», die Sichtbarkeit der Läufer und um unseren Waffenlaufkollegen, welcher noch zusätzlich Gewicht mit sich zu tragen hatte. Acht LSV Läufer und Läuferinnen haben sich in Wil beim Start getroffen. Die Stimmung war trotz Kaltfront sehr gut, ging es doch heute nicht um ein Topresultat, sondern um ein lockeres Training. Ursi, Pascal und Christoph bildeten die Frontgruppe, die gemächlichen Läufer und Läuferinnen zogen hinterher. Andreas hatte die Pace im Griff und führte die Gruppe so, dass wir bis nach Frauenfeld laufen konnten. Unterwegs konnten wir uns bei Daniela Farner mit einem warmen Tee, Schokolade und Bananen verpflegen. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön! In Frauenfeld trennte sich die Gruppe. Yvonne und Martin liefen ein paar zusätzliche Kilometer, da sie ja den Marathon in Angriff nehmen werden. Trotz guter Kleidung waren wir alle nass bis auf die Knochen. Daniela hat uns im Ziel nochmals mit Tee begrüsst und dann hatten wir alle nur noch das eine im Kopf: ab nach Hause unter die Dusche.

mf

Winter Lauf-Cup Kemmental – Alterswilen TG 2018

Der Lauf-Cup in Alterswilen zeigte sich als das, was er wirklich ist – der WINTER Lauf-Cup! Auf den Hügeln am Horizont lag Schnee und die Temperaturen waren winterlich! So nahmen es viele nicht so genau mit Einlaufen und standen bis kurz vor dem Start noch im Eingangsbereich der neuen Turnhalle. Und sowieso, wir nehmen es ja locker, es ist ja nur ein Trainingslauf. (Jaja!) 

Pünktlich um halb zehn fiel der Startschuss, nochmals ein Massenstart mit dem üblichen Gewühle und Gedränge. Vielen war das noch so recht, so konnte man im Windschatten der kalten Biese etwas entgehen. Nicht nur die Gfrörlis waren mit Mütze und Handschuhen ausgerüstet, die meisten hatten sich für winterliche Laufausrüstung entschieden. Nach den ersten zwei Kilometern erreichte man das bekannte Nadelöhr. Bei der Brücke und der darauffolgenden Treppe war kurz einmal Schluss mit Laufen. Eine willkommene Laufpause. «Jetzt könnte da doch jemand Biberli und einen heissen Kaffee bereitstellen, das würde passen.» Die Idee fiel den Läuferinnen und Läufer hinten und vorne in der Schlange auf Anklang – so als Input an das OK, vielleicht im nächsten Jahr?
Bis nach Hugelshofen ging es gut und zügig voran, dann jedoch musste man gegen die Biese laufen und erst noch aufwärts. Nach dem heissen Sommer und dem schönen Herbst ein einschneidendes Erlebnis für viele. Schon lange hat einem das Gesicht nicht mehr so weh getan, nur weil einem der Wind so eisig entgegen bläst. Welche Erleichterung, als die Kirche von Alterswilen in Sicht kam, da kann es nicht mehr so weit sein. Fast bis zum Schluss blies einem die Biese erbarmungslos entgegen. Kaum jemand wartete so am Ziel auf eine Kollegin oder Kollegen (oder die Frau! Heinomol!) und ging sofort nach Bossis Spezialtee an die Wärme. Unter der Dusche klagten einige über Kuhnagel! Die neue Turnhalle ist schön geworden, moderne Duschen, interessant in knallgelb und grün gestrichen. Aber anscheinend gab es bei den Männern auf der einen Seite nur kaltes Wasser. Vielleicht haben die Damen sich zu sehr unter dem warmen Wasser aufgetaut.
Nach einem Stück Kuchen vom Buffet und einem kurzen Schwatz mit anderen Läuferinnen und Läufern ging es darauf wieder nach Hause. Aufgewärmt mit roten Wangen. Es war zwar kalt, aber es gibt doch nichts Schöneres, als nach einem solchen Morgen ins warme Daheim zurück zu kehren, eine warme Suppe zu löffeln und danach den ganzen Nachmittag mit gutem Gewissen in der geheizten Stuben zu faulenzen.
Der nächste Lauf Cup ist in zwei Wochen, am Sonntag, den 11. November und zwar in Gossau. Dieses Mal mit einem Handicap Start. Vielleicht ist es dann etwas wärmer. Kuchen und Tee gibt es auf jeden Fall!

mw

Teilnehmer des LSV Frauenfeld:

  • Thomas Widmer: 01:01:29
  • Christine Altorfer: 01:09:29
  • Miriam Widmer: 01:09:42
  • Christoph Lippuner: 1:20:03
  • Peter Müller: 01:34:27

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Bericht vom Winter Lauf-Cup Speicher 2018

Der Winter hat begonnen – zumindest was die Laufsaison betrifft

Heute fiel in Speicher der Start für den Winterlaufcup 2018. Das Wetter war auf jeden Fall besser als letztes Mal und demzufolge auch die Laune der Läuferinnen und Läufer am Start. «I ha d Hendsche vergesse!» beklagte sich der Gförli vom LSV dennoch. «Da gseet doch blöd us bi dem Wetter!» wurde der Jammerlappen zurechtgewiesen. Schade, hing der Hochnebel zäh auf den Hügeln des Appenzellerlandes.

Es hatte weniger LSV Mitglieder am Start als in den Jahren zuvor. Aber immerhin ein paar fanden den Weg nach Speicher und wie immer war es schön, bekannte Gesichter zu sehen. Um zehn Uhr ging es los. Weil dies der erste Lauf des Lauf-Cups war, gab es einen Massenstart. Es dauerte sicher zwei Kilometer, bis sich das Spreu vom Weizen trennte, allein laufen musste aber auch so niemand und mehr als einmal hörte man, wie sich die Läuferinnen und Läufer auf der Strecke begrüssten, Mut machten oder sich mit gespielter Empörung wehrten, wenn sie von einer bekannten Person überholt wurden. Bis hinauf zum Schnuggenbock hing der zähe Neben, erst dann lichtete sich das Grau und die Läuferinnen und Läufer erhaschten noch ein paar Sonnenstrahlen. Schön! Nach 11.1km erreichte man schliesslich wieder das Ziel und damit das feine Kuchenbuffet des Lauf-Cups. Da hat man die Kalorien, die man beim Aufstieg zum Schnuggenbock verbrannt hat, gerade wieder drin, aber für das laufen wir ja schliesslich. Mit einem Schluck von Bossi’s Spezialtee rutscht das Stück Schokoladen Kuchen umso besser hinunter.

Nächsten Sonntag geht es bereits weiter mit dem Lauf-Cup in Alterswilen. Nochmals mit einem Massenstart, bevor dann mit einem Handicap gestartet wird.

Es ist immer schön in der «Off Season» an einen Lauf zu gehen und dort auf Kolleginnen und Kollegen des LSV zu treffen. Vor und nach dem Start ein freundliches Händeschütteln, der Satz «Weisch, für mi isches hüt eifach es lockers Training, ich gange sicher nöd z schnell», nur um dann von genau dieser Person nach 3 km auf brutalste Weise überholt zu werden, Bossi’s Tee, das Kuchenbüffet und der unwiderstehliche Läuferduft von Dulix und Schweiss, das gehört zum Winterlaufcup und wird uns auch dieses Jahr fit und gesund durch den Winter bringen. Drum – chömed doch au, es isch schön am Laufcup!

Teilnehmer des LSV Frauenfeld:

  • Thomas Widmer: 00:54:15
  • Christian Müller: 00:59:33
  • Miriam Widmer: 01:00:12
  • Andreas Portner: 01:00:59
  • Peter Bosshard: 01:02:48
  • Peter Müller: 01:18:07

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